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12.12.2009
Wärmepumpen: Oft falsche VersprechenVerbraucherzentrale prangert unlautere Werbung an„Nie mehr Heizkosten" oder „Heizkosten auf ein Viertel reduzieren" – vollmundig werben Hersteller, Fachfirmen und Energieversorgungsunternehmen im Internet für den Kauf von Wärmepumpen. „Als vermeintliche ‚Wunderwaffe’ gegen Energiepreissteigerungen taugen viele Anlagen jedoch allenfalls auf dem Prüfstand", prangert die Verbraucherzentrale NRW zuhauf irreführende Werbeaussagen im World Wide Web an.„Gutgläubige Bauherren und Sanierer investieren dann oftmals in Anlagen, die in der Praxis weder die versprochene Energie noch Kosten einsparen", moniert NRW-Verbraucherzentralenvorstand Klaus Müller. Insbesondere bei den für die Altbausanierung angepriesenen Luft-Wasser-Wärmepumpen erweise sich die Werbung zumeist als „heiße Luft". „Wärmepumpen als ökonomisch und ökologisch sinnvolle Heizungsalternative dürfen nicht durch unlautere Werbeversprechen in Misskredit geraten", prüfen die Verbraucherschützer mögliche rechtliche Schritte. „Mit nur 25 % Antriebsenergie (Strom) werden 75 % kostenlose Umweltenergie in 100 % Heizwärme umgewandelt" – mit solch eindrucksvollen Zahlen appellieren Wärmepumpen-Anbieter an Umweltgewissen und Portemonnaie. Von welchen Voraussetzungen Energie- und Kostenersparnisse jedoch abhängen und unter welchen Bedingungen Wärmepumpen die optimalen Werte einfahren – darüber ist in der Werbung häufig nichts zu erfahren. Beim Check von rund 130 Internetseiten verschiedener Wärmepumpenanlagen-Anbieter hat die Verbraucherzentrale NRW jetzt geballte Irreführung entdeckt: „Dass die beworbenen Spitzenwerte nur bei niedrigen Heizungs-Vorlauftemperaturen und in gut wärmegedämmten Gebäuden zu erreichen sind, wird in aller Regel verschwiegen", mahnt die Verbraucherzentrale NRW mehr Transparenz an. Auch die Angabe, dass Einsparungen bei Anlagen „bis 75 Grad Celsius Vorlauftemperatur möglich" seien verschleiere, dass diese hohen Temperaturen zwar technisch durchaus zu erreichen sind - aber nur mit erheblichen Einbußen bei der Effizienz erkauft werden und sich in deutlich höherem Stromverbrauch niederschlagen. Im Winter rattert der Stromzähler In die Irre führt die Werbung für Luft-Wasser-Wärmepumpen auch mit Aussagen zur Energieausbeute bei frostigen Temperaturen: „Diese Anlagen sind meist so ausgelegt, dass bei Frost eine Zusatzheizung einspringen muss, in der Regel ein elektrischer Heizstab mit erheblich höherem Stromverbrauch als beim Wärmepumpenbetrieb", erklärt die Verbraucherzentrale NRW das Prinzip. Mit Werbeslogans wie „Wohlige Wärme und warmes Wasser bis -20 Grad" werde gutgläubigen Sanierern und Bauherren eine Leistungsfähigkeit vorgegaukelt, die im Winter zwangsläufig den Stromzähler auf Hochtouren bringt. „Wärmepumpen sind eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Heizungsalternative. Durch die irreführenden Werbeversprechen werden jedoch Verbrauchererwartungen an Kosten- und Energieeinsparungen genährt, die im Alltag nicht zu erreichen sind. Wenn Wärmepumpen-Käufer dann im Echtbetrieb feststellen, dass sie über Effizienz der Anlagen getäuscht worden sind, wird damit auch das Image einer zukunftsfähigen Technologie geschädigt", fasst die Verbraucherzentrale NRW die Ergebnisse ihres Checks zusammen. Sie prüft zurzeit rechtliche Schritte, um aus irreführender Werbung für Wärmepumpen die Luft rauszunehmen. Leser KommentareBernhard Beck (Gastkommentar) schrieb am 18.12.2009 um 21:53:00:
Zum Check von den rund 130 Internetseiten verschiedener Wärmepumpenanlagen-Anbieter möchte ich hinzufügen, daß ich seit Jahren versuche, mein System von einem Institut testen zu lassen, aber ohne Erfolg. Ich denke, daß meine Kupferfassade bzw. Kupferdach an meinen beiden Wohnhäusern zur Aufnahme der Umgebungswärme eine alternative zu Luft bzw. Erdkollektoren / Erdsonden Wärmepumpenanlagen darstellen könnte. Ich betreibe seit Jahren zwei Wärmepumpenheizungen in Verbindung mit einer Kupferfassade (Energiewand), bzw., einem Kupferdach (Energiedach). Bei meinem System benutze ich zwangsweise eine Solewärmepumpe, die für eine Erdsonde oder einen Erdkollektor ausgelegt ist. Seit Jahren suche ich eine Solewärmepumpe, die auf mein System abgestimmt ist ,ohne Erfolg. Meine Energiewand bzw. mein Energiedach ist Wand- bzw. Dachverkleidung und Wärmetauschermodul in einem. Auch die Kombination Solarwärme plus Solarstrom auf der selben Tauscherplatte ist möglich. Man braucht keine Erdsonden oder Erdkollektoren zum Betrieb der Wärmepumpe, was in den Städten bei der engen Bebauung ja ohnehin kaum möglich ist. Im Gegensatz zu einer Luftwärmepumpe besteht keine Gefahr der Vereisung oder Verschmutzung und es gibt keine Lärmentwicklung. Auch das aktuelle viel diskutierte Feinstaubproblem wird reduziert. An den Absorberplatten bildet sich über die Heizperiode ständig Tau, der den Feinstaub aus der Luft bindet und danach gezielt abträufelt. Ich behaupte, dass in einigen Jahren, wenn der Strom für das betreiben der Wärmepumpe zum größten Teil aus alternativen Energien kommt, die Ökobilanz für die Wärmepumpen drastisch steigt. Auch die beste Öl oder Gasheizung kommt nicht über einen Wirkungsgrad von 100% hinaus, was bei einer Wärmepumpe durchaus möglich ist, ohne die endlichen fossilen Energieträger zu verbrauchen. Auf meiner Homepage ist das System genau beschrieben "www.energiewand.de". Mit freundlichen Grüßen Bernhard Beck Bertram (Gastkommentar) schrieb am 18.12.2009 um 18:52:00:
Diesem Artikel kann ich noch hinzufügen, dass selbst die Projektierung unserer bivalenten Heizanlage, welche von einem Heizungsbauingenieur des Systemanbieters (Viessmann) durchgeführt wurde mehrere Fehler aufwies welche bis Dato noch nicht beseitigt sind. Nachdem ich auf einen erheblichen Mangel aufmerksam gemacht habe wurde mir erklärt, dass die Beseitigung eine Komfortlösung darstelle und nicht im Sandartpreis beinhaltet sei. Wer näheres dazu wissen möchte kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen (Bertel.G@t-online.de). Wer sich zu diesem Thema gerne austauschen möchte |