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26.05.2011
Mitlaufendes Licht senkt Energiekosten
 SKD Bewegungsmelder. Frankfurt. Bewegungsmelder in Haus und Hof haben sich bewährt: Sie schalten das Licht nur dann ein, wenn sich dort jemand aufhält. Ein Thüringer Unternehmen hat inzwischen „mitlaufendes Licht“ für die Straße entwickelt.
Gute Beleuchtung sorgt nachts für ein sicheres Gefühl auf den Straßen. Schließlich keiner tappt gern im Dunkeln durch eine menschenleere Unterführung. Doch volle Festbeleuchtung die ganze Nacht hindurch? Ist das nicht Energieverschwendung?
Dagegen verspricht „Lux Soli“ Abhilfe: Das Unternehmen aus Gera hat ein Beleuchtungssystem entwickelt, das je nach Verkehrsaufkommen bis zu 95 Prozent der aktuellen Energiekosten einspart. So schalten sich die blendarmen LED Leuchten nur bei Bedarf ein. Dabei wandert das Lichtfeld nicht nur mit, sondern sogar voraus, weil die Leuchten drahtlos untereinander kommunizieren. Ein weiterer Vorteil neben der Kosteneinsparung ist die Eindämmung der so genannten Lichtverschmutzung. Denn das künstliche Aufhellen des Nachthimmels durch Straßenlampen beeinträchtigt das Orientierungsvermögen von Zugvögeln, stört den Wachstumszyklus von Pflanzen und zieht nachtaktive Insekten an. Für die Tiere bedeutet das den Tod, für die Kommunen hohe Reinigungskosten.
Bis jetzt gibt es erst eine Teststrecke am Düsseldorfer Rheinufer. Doch bald könnte das neuartige System Straßen in ganz Deutschland bei Nacht erhellen. In Kiel ist es bereits soweit: Die Stadt nimmt zwar die wegen der noch geringen Stückzahl höheren Anschaffungskosten in Kauf. Doch in rund zehn Jahren dürften die Ausgaben von etwa 24.000 Euro durch die Reduzierung des Energieverbrauchs um etwa zwei Drittel ausgeglichen sein.
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