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Strom gestiegen, Gas stabilPreisentwicklung im ersten Halbjahr 2010Heidelberg. Das unabhängige Verbraucherportal Verivox.de hat die Entwicklung der Preise für Strom und Gas im ersten Halbjahr 2010 untersucht. Die Strompreise sind im Laufe des Jahres um 2 Prozent gestiegen, die Gaspreise sind im Durchschnitt stabil geblieben.Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom ist im Jahr 2010 um rund 2 Prozent gestiegen. Bezahlte ein Musterhaushalt im Januar 2010 durchschnittlich noch 22,59 Cent pro Kilowattstunde, sind es im Juli bereits 22,97 Cent pro kWh. Die Strompreisentwicklung weist seit dem Jahr 2000 stetig nach oben. Als Grund für die jüngsten Preiserhöhungen werden in der Regel die erhöhten Kosten für den Ausbau Erneuerbarer Energien und gestiegene Netznutzungsentgelte angeführt. Angesichts des starken Zubaus im Bereich Photovoltaik muss auch weiterhin mit steigenden Stromkosten gerechnet werden. Dass neben den staatlichen Abgaben und Netzkosten auch die Beschaffungsstrategie der Stromanbieter eine Rolle spielt, zeigt der Vergleich der Grundversorger untereinander. Zwischen Januar und Juli 2010 haben 454 Grundversorger die Preise um durchschnittlich 6 Prozent erhöht. Gleichzeitig konnten 129 Grundversorger die Strompreise um 5 Prozent absenken.Verbraucher können von der ungleichen Preisgestaltung der einzelnen Versorger stark profitieren – die Ersparnis bei einem Wechsel vom Grundversorgungstarif zum günstigsten verfügbaren Angebot mit monatlichen Abschlägen beträgt für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh durchschnittlich 220 Euro. Gaspreise noch stabil, Preiserhöhungen wahrscheinlich Die Gaspreisentwicklung verlief in diesem Jahr weitgehend horizontal. Im Januar 2010 lag der durchschnittliche Kilowattstundenpreis des Verivox-Verbraucherpreisindex Gas bei 5,94 Cent. Im Juli 2010 beträgt der Durchschnittspreis 5,92 Cent pro Kilowattstunde.Für die leichte Absenkung des Durchschnittspreises ist der Bereich der Gastarife mit jährlicher Vorauszahlung verantwortlich. Der Markteintritt der neuen Gasanbieter FlexGas und Priogas sorgt hier für Preisdruck. Bei den Grundversorgern sind gegenläufige Preisbewegungen zu beobachten, die sich weitgehend aufheben. So haben im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 208 Grundversorger die Preise um durchschnittlich 7 Prozent erhöht. Im gleichen Zeitraum haben 178 Grundversorger die Preise im Durchschnitt um 7 Prozent gesenkt. „Für die zweite Hälfte des Jahres 2010 sind Gaspreiserhöhungen aufgrund gestiegener Rohöl- und Heizölpreise zu erwarten“, so Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de. „Daher sollten sich Verbraucher bereits vor dem Beginn der Heizperiode im Oktober für einen günstigen Gastarif mit möglichst langer Preisgarantie entscheiden.“ Leser Kommentare |