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13.02.2009

Deutschland mit größtem Waldbestand in Europa

Zuwachs der Holzvorräte übertrifft Einschlag deutlich

Frankfurt. (ots) Trotz steigender Nutzung weisen die Holzvorräte in deutschen Wäldern eine positive Bilanz aus. Über einen längeren Zeitraum betrachtet - so ein Ergebnis der zweiten Bundeswaldinventur - wurden zwischen 1987 und 2002 durchschnittlich 49,7 Mio. Festmeter Holz geerntet, während pro Jahr knapp 70 Mio. Festmeter nachgewachsen sind. Damit übertrifft der Zuwachs der Holzvorräte den Einschlag um rund 40 Prozent.

Während des Vergleichszeitraums wuchsen hierzulande aber nicht nur die Holzvorräte auf 3,4 Mrd. m3 an - auch die Waldfläche nahm jährlich um 3.500 Hektar zu. Insgesamt ist heute fast ein Drittel der Staatsfläche damit bedeckt. Damit verfügt Deutschland über den größten Holzbestand Europas, noch vor Frankreich und Schweden, die flächenmäßig beide wesentlich größer als die Bundesrepublik sind.

Nicht zuletzt bedeutet dies auch ein gewaltiges Potenzial zur Bindung von Kohlendioxid (CO2). Nach vorsichtigen Schätzungen sind in deutschen Wäldern knapp 10 Mrd. Tonnen CO2 gebunden. Und so lange der Wald bewirtschaftet wird und Bäume nachwachsen, wird dort auch weiterhin Kohlenstoff gebunden.

Heizen mit Holz trägt langfristig zu einer ausgeglichenen Klimabilanz bei

Wer also annimmt, das Heizen mit Holz würde dem deutschen Wald oder dem Klima Schaden zufügen, so der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., der irre. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall. Jedes Kilogramm Brennholz, das verbrannt wird, verhindert dauerhaft, dass zusätzliches Kohlendioxid freigesetzt wird - und zwar in jedem Winter aufs Neue.

Das bei der Verbrennung von Holz freigesetzte Kohlendioxid ist Teil eines natürlichen Kreislaufs, der auch dann stattfindet, wenn ein Baum im Wald verrottet. Somit dienen Kaminöfen, Kachelöfen, Pellet-Feuerungen und Heizkamine nicht nur der notwendigen Durchforstung der deutschen Wälder. Sie tragen auch langfristig zu einer ausgeglichenen Klimabilanz bei.

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