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22.10.2011
Heizung: Die wichtigsten SpartippsAuch Auskühlung kostet viel EnergieMit Beginn der Heizsaison wird der sparsame Umgang mit Energie – und speziell mit Wärme – für Millionen von Menschen in Deutschland zu einem wichtigen Thema. Der Energiemanager Techem gibt Tipps, wie mit einfachen Mitteln sofort bares Geld gespart werden kann.* Viele Wohnungen und Häuser sind im Winter „überheizt“. Senken Sie die Raumtemperatur leicht ab. Meist reichen 20 Grad im Wohnzimmer, 18 Grad in der Küche (wo durch das Kochen zusätzliche Wärme entsteht) und 15 Grad im Flur. Faustregel: Jedes Grad weniger spart sechs Prozent Energie. * Wer eine Stunde vor dem Schlafengehen die Heizkörpertemperatur in den Wohnräumen reduziert und damit die Raumtemperatur langsam um fünf Grad absenkt, spart bis zu 30 Prozent Heizkosten. Rollläden verstärken die isolierende Funktion der Fenster und sollten deshalb bei Dunkelheit geschlossen werden. Sie halten die Wärme in der Wohnung – wo sie hingehört! * Vermeiden Sie Auskühlung. Sind Sie tagsüber nicht zu Hause, sollten Sie die Heizung um ein oder zwei Grad herunterdrehen. Aber Vorsicht, dreht man die Heizung weiter oder ganz herunter, kühlt die Wohnung zu stark aus. Ein notwendiges Wiederaufheizen kostet mehr als das Weiterheizen. Eine Nachtabsenkung auf 15 Grad in allen Räumen lohnt sich ebenfalls. * Spalten und Fugen von Türen und Fenstern sind Wärmefresser. Sie müssen gut abgedichtet sein, da sich sonst die Energie im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflöst. Der Kerzen-Test vor dem Fenster oder der Tür zeigt, ob alles dicht ist: Wenn sich die Flamme nicht mehr bewegt, bleibt die kalte Luft draußen. Entsprechendes Dichtmaterial (selbstklebende Streifen) lässt sich leicht anbringen und ist in jedem Baumarkt zu haben. * Richtiges Lüften ist Trumpf: Wer permanent bei gekippten Fenstern heizt, der heizt nicht nur die Wohnung, sondern auch seinen Vorgarten. Richtig, da energiesparend, ist Stoßlüften. Zehn Minuten Durchzug lässt nur die Wärme der verbrauchten Luft entweichen und sorgt für angenehme Frischluft – die in Möbeln und Wänden gespeicherte Wärme bleibt erhalten und hilft die frische Luft schnell zu erwärmen. Vor und während des Lüftens sollten die Heizkörper herunter gedreht werden. * Heizkörper sollten möglichst frei stehen, da sonst bis zu 20 Prozent mehr Energie verbraucht wird. Lange Gardinen, Verkleidungen und Möbel vor dem Heizkörper sind deshalb tabu, da sie eine gleichmäßige Wärmeverteilung behindern. * Gluckernde Heizungen heizen nicht effizient. Hat die Heizung Schluckauf, so enthält das Wasser, das den Heizkörper erwärmt, Luftblasen. Da Luft Wärme schlechter leitet als Wasser, geht hier wertvolle Energie verloren. Entlüften ist angesagt! Ist der Heizungsschluckauf weg, kann das Wasser regelmäßig und geräuschlos zirkulieren und den Heizkörper wieder gleichmäßig erwärmen. * Türen zu weniger oft benutzten Räumen sollten stets geschlossen werden, da diese Zimmer ansonsten unnötig mitgeheizt werden. Das spart Heizkosten und vermindert das Schimmelrisiko. Denn feuchte Luft aus Bad oder Küche kann sich ansonsten an den kalten Wänden niederschlagen. * Elektroöfen und Heizlüfter sind wahre Stromfresser und sollten deshalb nur im äußersten Notfall eingesetzt werden. * Dämmen von Heizkörpernischen an kalten Außenwänden spart Heizkosten. Spezielle Dämmplatten oder –folien gibt’s für wenige Euro im Baumarkt. Das Anbringen ist mit wenigen Handgriffen erledigt. Leser KommentareMarko H. (Gastkommentar) schrieb am 28.10.2011 um 11:26:00:
Ist es denn nicht erwiesen, dass eine Nachtabsenkung um 5 Grad zu hoch ist, da die Wände sonst auskühlen und man am nächsten Tag zu viel Energie benötigt und die korrekte Temperatur wieder zu erreichen? |