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21.06.2011
Ausweis zeigen lassenEnergieausweis wichtig für Mieter und KäuferWird eine Wohnung oder ein Haus in Deutschland verkauft oder neu vermietet, muss der Besitzer dem Käufer oder Mieter einen Energieausweis vorlegen. Seit 2008 ist dieser Nachweis über die spezifischen Energiekennwerte eines Hauses dafür bereits vorgeschrieben. Von ihrem Recht auf Einsichtnahme machen aber heute noch die wenigsten Gebrauch, das stellt das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) fest. Deshalb ruft eza! jetzt zu mehr Initiative und gesunder Skepsis auf.„Fragen Sie gezielt nach dem Energieausweis!“, rät eza!-Geschäftsführer Martin Sambale allen Mietern, Käufern und Pächtern eindringlich. Durch falsche Scheu oder Unwissenheit könne sich ein scheinbares Schnäppchen sonst hinterher als teure Kostenfalle entpuppen. Die Energiekosten könnten im schlimmsten Fall die Höhe einer zweiten Miete erreichen. eza! propagiert daher: „Kein Umzug ohne Energieausweis!“. So schreibt es das Gesetz ohnehin seit gut drei Jahren vor. „Wir beobachten aber in der Praxis der Energieberatung, dass noch kaum jemand von dem ihm zustehenden Recht Gebrauch macht“, so Sambale. „Achtet man nicht auf die energetische Gebäudequalität, ist das ein bisschen so, als würde man beim Autokauf nicht nach dem Spritverbrauch fragen“, sagt Sambale und warnt: „Wer umzieht ohne den Energieausweis des neuen Zuhauses gesehen zu haben, der kauft die Katze im Sack“. Dabei sei Vergleichen verschiedener Immobilienobjekte nie so einfach wie mit dem Energieausweis gewesen. Ein fundierter Energieausweis hilft dabei ein Haus auf einen Blick einzuordnen: Niedrigenergiehaus? Passiv- oder Plus-Energie-Haus? Oder doch Energieschleuder? Die rot bis grüne Farbskala auf dem Energieausweis verrät es nebst Eckdaten zum Energieverbrauch. Dabei werden Dämmwerte, Heizwärme- und Warmwasserbedarf den Wärmeverlusten gegenüber gestellt. Negativ wirken sich Wärmebrücken in der Gebäudehülle oder zugige Fenster aus. Wichtig ist, dass es sich um einen bedarfsorientierten Energieausweis handelt. Nur dieser ist – anders als der rein verbrauchsorientierte – aussagekräftig genug, weil er unabhängig vom Nutzungsverhalten der Bewohner erstellt wird. Hierfür nimmt der Fachmann die baulichen Bestandteile eines Gebäudes genau unter die Lupe. Gerade für Hauskäufer sind die darin aufgeführten Sanierungsempfehlungen kleine Planungshilfen, die ihm zeigen, welche Modernisierungskosten er in den nächsten Jahren mit ins Budget einkalkulieren muss. Leser Kommentare |