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40 Grad unter dem Dach

Hitzewelle im Haus und was man dagegen tun kann

Eine sommerliche Überhitzung von Wohnräumen kann auch ohne Klimaanlage verhindert werden. Meist helfen die Verschattung von Fenstern, die Dämmung der Gebäudehülle und ein richtiges Lüftungsverhalten, betont Claudia Rist vom Landesprogramm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg.

„In Häusern soll im Sommer ein behagliches Wohnklima herrschen. Angesichts steigender Durchschnittstemperaturen ist das Thema besonders aktuell,“ sagte Claudia Rist. Stromfressende Klimaanlagen seien nicht das richtige Mittel, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Auskunft zum sommerlichen Wärmeschutz gibt es beim kostenfreien Beratungstelefon von Zukunft Altbau: 08000 12 33 33 begin_of_the_skype_highlighting              08000 12 33 33      end_of_the_skype_highlighting.

Der Deutsche Wetterdienst DWD bestätigte jüngst wieder steigende Durchschnittstemperaturen. Im Sommer bedeutet das besonders in Ballungsräumen mehr Sommertage und Sommernächte mit Spitzentemperaturen. Klettert die Temperatur tagsüber auf über 30 Grad Celsius und sinkt sie nachts nicht unter 20 Grad, erwärmen sich vor allem unsanierte Häuser. Unter dem Dach kann es da bei Sonnenschein leicht zu schweißtreibenden 40 Grad und mehr kommen.

Hohen Innentemperaturen mit Klimaanlagen beizukommen, sei nicht der richtige Weg, um Räume zu kühlen, sagt auch Dr. Roland Falk, Leiter des Kompetenzzentrums vom Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg. „Klimaanlagen kühlen die Hitze wie ein Kühlschrank mit Hilfe von Strom auf ein definiertes Niveau. Bei unzureichender Verschattung und schlechter Dämmung verursacht das horrende Betriebskosten. Die Wärme dringt ungehindert in die Wohnung und wird anschließend heruntergekühlt. Klimafreundlich ist das nicht.“

Ein energieeffizienter sommerlicher Wärmeschutz verhindert dagegen zu einem guten Teil, dass die Wärme überhaupt in das Gebäude dringt. „Zu den erforderlichen Maßnahmen gehört an erster Stelle eine gute Verschattung der Fenster“, erklärt Roland Falk. „So reduzieren außen liegende Rollläden die Sonneneinstrahlung um bis zu drei Viertel. Innen liegende kommen auf 25 Prozent.“ Aber auch die Dämmung der Dachflächen und der Außenfassade vermindert den Wärmeeintrag erheblich. Die Wärme wird durch die Dämmung langsamer nach innen geleitet.

Wer dann noch vernünftig lüftet, ist vor den sommerlichen Hitzewellen ausreichend geschützt. Nächtliches Querlüften etwa führt dazu, dass die angesammelte Wärme im Raum wieder entweichen kann. Auch die aufgeheizten Wände und Decken kühlen so über Nacht aus. Werden tagsüber die Fenster und Rollläden geschlossen, bleibt das behagliche Wohnklima lange erhalten – und das ohne Klimaanlage.

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Martin Cesna (Gastkommentar) schrieb am 20.03.2011 um 03:46:00:

Altes Haus mit Gipsplatten im Schrägbereich des Daches und noch Holz und Dachpappe unter den Ziegeln? Wenn der Bereich zwischen den Gipsplatten (=auch Dampfsperre!) und der Dachpappe gut zu ist, gibt es eine einfache schnelle Lösung: Styroporplatten bis etwa 2/3 der Dicke des Zwischenraumes vom Dachboden hinunter schieben und den Rest mit Bröseln füllen der Marke \"Isoself\", nur wenig schwerer als Styroporbrösels, brennt nicht und schmeckt auch keinem ungebetenen Haustier. Die Brösels gibt es in 100-Liter-Säcken und lassen sich unter Staubschutz mit der Kehrschaufel das Dach hinunter schütten. Mit einer langen Holzlatte kann man die Brösels noch verdichten. Danach ist es im Winter warm und im Sommer wieder kühler.
Ansonsten habe ich in wichtigen Räumen einen dieser grossen amerikanischen Deckenventilatoren montiert. Der Betrieb ist nicht so teuer und unter wenig Geräusch geht doch ständig ein Lüftchen im Zimmer.
Das vermindert Auswandererträume in Richtung Grönland.
Gruss M. Cesna, Pratteln. cesna5@bluewin.ch
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