RSS
Twitter
 
Kontakt
Newsletter
Links
Veranstaltungen
 
Registrieren
Anmelden
 
Mediadaten

Heizungsrechner
Unser Heizungsrechner steht Ihnen jetzt zur Verfügung!

zum Rechner
Verwandte Artikel

Artikel merken
Bewerten
sehr informativ
informativ
teilweise informativ
nicht informativ
22.10.2007

Kleine Krümel ganz groß

Pelletsheizungen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit

Sie sollen in der Nutzung so einfach wie Gas oder Öl sein und gleichzeitig sparen helfen. Pelletsanlagen sind eine ökologische Alternative zu herkömmlichen Heizungen. So preiswert wie noch vor einigen Jahren behauptet, ist das Heizen mit den Holzpresslingen zwar nicht mehr, weil auch die Pelletpreise mittlerweile gestiegen sind. Es ist aber – vor allem für Besitzer alter Ölheizungen, – eine ökologisch sinnvolle Alternative.

Die verfügen nämlich über einen Lagerraum, der für Pellets unbedingt notwendig ist. In der Regel reicht der Platz, an dem früher die Ölvorräte gelagert wurden. Für die Lagerung gibt es verschiedene Varianten: Vom selbstgebauten System in einem trockenen, staubdichten Raum über Sacklager, die aus der Silobranche vertrieben werden bis hin zu Erdtanks, aus denen die kleinen Holzpresslinge über ein Saugfördersystem zur Heizung befördert werden. Allein für den Selbstbau eines Lagerraums sollte man Kosten von 1500 bis 2000 Euro einkalkulieren, Sacklager in vernünftigen Größenordnungen kosten leicht 3000 Euro, Erdtanks noch mehr.
Ein Pelletlagerraum in der schematischen Darstellung.Ein Pelletlagerraum in der schematischen Darstellung.


Platz notwendig
Wer noch keinen Lagerraum hat, sollte genügend Platz einkalkulieren. Die für ein Jahr notwendige Pelletmenge sollte sich dort unterbringen lassen. Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt Kesselleitung sollte man 0,9 Kubikmeter Lagerraum vorsehen - bei 15 Kilowatt Wärmeleistung also einen 13,5 Kubikmeter großen Lagerraum. Nur zwei Drittel davon können wirklich genutzt werden, weil ein Schüttboden und Platz für Befüllstutzen und Absaugung oder Schneckenanschluss vorhanden sein muss.

Sprechen wir zunächst über die Nachteile, die die Pelletheizung noch hat: Die Technik ist – nicht nur durch die notwendige Lagerung und Förderung der Pellets - anfälliger für Störungen als beispielsweise eine Gasheizung und auch wartungsintensiver. Und sie ist deutlich teurer: 10 000 Euro sollte man man für einen Holzpelletkessel mit Regelung und Fördersystem nach Listenpreis kalkulieren. Installateure geben darauf in der Regel Rabatt. Hinzu kommen die Installationskosten und das Pelletslager. Auch ein Pufferspeicher, der für die Einbindung von Solarenergie auf jeden Fall notwendig ist, sich aber auch für Pelletheizungen im Alleinbetrieb empfiehlt, ist noch nicht einberechnet. Dafür sollte man noch einmal 2500 Euro ansetzen. Alles in allem kommt man so der 15 000 Euro-Marke nahe oder überschreitet sie – je nach Ausführung.

Dafür darf man sich aber zunächst eines reinen ökologischen Gewissens erfreuen. Denn Holzpellets verbrennen Kohlendioxid-neutral. Und man kann staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Sowohl das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wie auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewähren Zuschüsse. Auch einige Länder haben spezielle Förderprogramme, die die Amortisation deutlich verbessern. Möglicherweise könnte das zurzeit noch nicht optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis auch durch technische Verbesserungen der Hersteller optimiert werden. Denn bislang, so hat die Stiftung Warentest herausgefunden, gibt es noch keinen Holzpelletkessel der in der Energieausnutzung an Gas- oder Ölheizungen herankäme. Während man dort Werte um 95 Prozent erreicht, muss man sich bei Pelletsanlagen derzeit noch mit maximal 88 Prozent begnügen.


Leser Kommentare

Kommentar schreiben:
Ihr Name:

Optionen:
JA, ich möchte per Email über neue Kommentare zu diesem Artikel informiert werden.
JA, ich möchte den Energie-Info.Net Newsletter erhalten.

E-Mail Adresse:
Spamschutz:
Nummer:
siedla-design | Sitemap