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28.04.2008
Öl-Brennwertkessel mit Zukunft?Mit schwefelarmem Heizöl umweltschonender - Zehn Modell getestetDie Ölheizung – ein Relikt vergangener Tage? Viele Besitzer alter Kessel planen bei der Neuinvestition einen Umstieg auf andere Energieformen. Dabei kann auch ein Ölbrennwertkessel durchaus auch heute noch eine lohnende Investition sein. Insbesondere dann, wenn die notwenige Peripherie wie Lagerraum und Tanks ohnehin vorhanden sind.Wer den überalteten Ölkessel gegen Brennwertgeräte der neuesten Generation austauscht, kann bis zu 40 Prozent Energie sparen. Die Stiftung Warentest hat in der Mai-Ausgabe des Testhefts zehn Ölbrennwertkessel unter die Lupe genommen - neun davon kamen auf eine gute bis sehr gute Energieausnutzung. Die Listenpreise liegen zwischen 5600 und 7000 Euro. Die besten Ergebnisse lieferten der Viessmann Vitoladens 300-C, der aber preismäßig in der Spitzengruppe rangiert, und der sehr preisgünstige Wolf COB-20. Umweltaspekte Wer auch in Sachen Umwelt ein gutes Gewissen haben möchte, sollte nach der Installation einer Ölheizung den Tank nur noch mit schwefelarmem Heizöl füllen. Der Schwefelgehalt liegt bei höchstens 50 Gramm pro Tonne, normales Heizöl kann bis zu 1000 Gramm Schwefel enthalten. Schwefelarmes Heizöl riecht nicht nur weniger, auch die Menge der Schwefel-Dioxid-Emissionen ist deutlich geringer und in etwa vergleichbar mit denen bei der Verbrennung von Erdgas. Gleichzeitig bildet sich weniger Ruß im Kessel und der Wartungsaufwand verringert sich. Schwefelarmes Heizöl ist etwas teurer als normale Qualität – derzeit kosten 100 Liter etwa 5 Euro mehr. Die Differenz dürfte sich aber nächstes Jahr verringern, wenn für das schwefelhaltige ein Steuerzuschlag von 1,50 Euro pro 100 Liter erhoben wird. Alle modernen Kessel sind für schwefelarmes Heizöl zugelassen – drei der getesteten auch ausdrücklich geeignet für die Beimischung von Bioheizöl, das aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird. Zukunftsinvestition? Nach allen bisher vorliegenden wissenschaftlichen Berechnungen dürften die Ölreserven der Erde auf jeden Fall die Lebensdauer eines Ölbrennwertkessels überstehen. Prognosen über die Entwicklung der Ölpreise mag allerdings niemand machen. Tatsache ist, dass für 1000 Liter Heizöl im April 2008 über 230 Euro mehr bezahlt werden musste, als zu Anfang des Vorjahres. Sinnvoll erscheint auf jeden Fall auch bei einem Ölbrennwertkessel die Kombination mit einer Solaranlage, die die Brauchwasseraufbereitung und möglichst auch teilweise die Raumheizung übernehmen kann. Leser Kommentare |