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10.10.2011

Richtig Heizen mit dem Kachelofen

Auf die Restfeuchte des Holzes achten

Moderne Technik ist das eine - die richtige Handhabung des Brennmaterials und die Bedienung eines Kachelofens oder Kachelkamins jedoch das andere. Kaminöfen, Kachelöfen, Heizkamine oder Pellet-Einzelöfen haben alle eines gemeinsam: Sie müssen richtig bedient werden. Dabei ist das Heizen mit festen Brennstoffen an sich keine Kunst - wenn man ein paar Regeln beachtet.

Die wichtigste Regel: Nur trockenes und gut abgelagertes Scheitholz oder genormte Holz- und Braunkohlenbriketts verwenden (wenn die denn für Ihren Ofen zugelassen sind). Wer Scheitholz kauft, sollte sich bei seinem Lieferanten erkundigen, welche Restfeuchte das Holz hat bzw. wann es geschlagen wurde. Faustregel: Frisches Holz sollte zwei Jahre liegen, bevor es in den Ofen wandert. Dazu sollte es bereits auf Meterstücke geschnitten und gespalten sein. Viele Lieferanen bringen Ihnen das Holz bereits so ins Haus. In Meterstücken lässt es sich zudem am besten stapeln. Zum Trocknen an einem gut durchlüfteten Platz auf dem Grundstück aufsetzen und oben abdecken (Planen, die seitwärts herunterhängen sorgen für unzureichende Belüftung). Vor dem Verbrennen muss es dann natürlich noch mit der Säge entsprechen portioniert werden. Einfacher ist natürlich, sich das Holz direkt ofengerecht bringen zu lassen. Aber: Das ist in der Regel teurer und auch nur zu empfehlen, wenn es bereits den richtigen Trocknungsgrad hat.

Luftzufuhr ist das zweite wichtige Moment für eine vernünftige Verbrennung: Beim Anzünden ist es wichtig, möglichst schnell hohe Temperaturen zu erreichen. Dies gelingt am besten mit dünn gespaltenem Holz und handelsüblichen Anzündern. In dieser Phase benötigt das Feuer viel Sauerstoff. Deshalb die Luftzufuhr für etwa drei Minuten höher als für den Normalbetrieb einstellen! Bei den meisten Öfen empfiehlt es sich, die Kamintür ein paar Minuten lang einen Spalt geöffnet zu lassen. So strömt am meisten Sauerstoff ein. Sobald sich ausreichend Glut gebildet hat, größere Holzscheite oder Briketts nachlegen und ebenfalls kurzzeitig mit erhöhter Luftzufuhr überzünden lassen. Anschließend sollte die Luftzufuhr auf "Normalbetrieb" zurückgeführt werden. Halten Sie sich dabei am besten an die Vorgaben des Herstellers.

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Alex Petri (Gastkommentar) schrieb am 26.10.2011 um 19:45:00:

Immer wieder gute Tipps, wusste nicht, das frisches Holz zwei Jahre lagern sollte.
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