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12.09.2010
Pellets: Energieträger mit Zukunft ?Diskutieren Sie mit: Wie sinnvoll sind die kleinen Presslinge? Klein und praktisch: Holzpellets.Sie sind im Haushalt ähnlich einfach im Handling wie seinerzeit Öl. Mit dem Tanklaster kommen sie in das heimische Silo, werden automatisch Richtung Heizkessel gefördert und dort, elektronisch kontrolliert, verbrannt. Pellets, die Alternative für Verbraucher mit ökologisch reinem Gewissen. Zumindest wenn man der Werbung glauben will. Kritiker allerdings haben auch ihre Zweifel. Denn für ein Kilo Pellets müssen zwei Kilo Holz verarbeitet werden – und zwar unter erheblichem Energie-Einsatz. Das ist nicht immer Restholz. Oft werden ganze Holzstämme – wie in Europas modernstem Pelletwerk in Erndtebrück im Kreis Siegen-Wittgenstein - in Hackschnitzel zerkleinert, anschließend muss ihnen der zu hohe Wassergehalt entzogen werden. In Hammermühlen entstehen kleine Partikel, die durch Stahlmatrizen gepresst werden und sich zur Pelletsform verbinden. All das braucht Energie – wie übrigens auch der Transport des Rohmaterials zum Pelletwerk und der anschließende Weg zum Verbraucher. Wird der nachwachsende Rohstoff Holz hier sinnvoll eingesetzt oder sind Pellets nicht ein kostspieliger Tribut ans einfache Handling? Wäre die Scheitholzheizung nicht die bessere, wenn auch deutlich unbequemere Alternative für den Verbraucher? Überhaupt: Für wie viele Pelletheizungen reicht der deutsche Wald? Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit. Leser Kommentare |