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13.03.2009

Keine Waldgefährdung durch Pellets

Deutsches Pelletinstitut tritt unrichtigen Argumenten entgegen

Berlin. (ots) Mit teilweise unrichtigen Argumenten werden Holzpelletheizungen in verschiedenen Medien derzeit in ein schlechtes Licht gerückt. So wurde die Pelletherstellung unter anderem mit einer nicht fachgerechten Forstwirtschaft und Praktiken wie Wurzelrodung in Verbindung gebracht. Diese Behauptungen hielten einer sachlichen Überprüfung nicht stand betont das Deutsche Holzpelletsinstitut.

Der für die Pelleterzeugung benötigte Rohstoff stellt gegenüber den sonstigen energetischen Verwendungszwecken von Holz in Deutschland den mit Abstand kleinsten Anteil dar: Von den 2007 in Deutschland zur Holzenergie verbrauchten rund 52 Mio. m3 Holz sind nur 1 Mio. m3 den Pellets zuzuordnen und rund 23 Mio. m3 dem privaten Hausbrand (Stückholz, Hackschnitzel, Briketts, ...) sowie 27 Mio. m3 den Heizkraftwerken (Hackschnitzel, Holzreste). Das belegt die Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf die Kleine Anfrage 16/11834.

Die in den Sägewerken anfallenden Späne und Hackschnitzel sind in Deutschland (auf der Basis einer nicht außerordentlich hohen Rundholznutzung von 70 Mio. m3) in so großen Mengen verfügbar (geschätzt 15 Mio. t), dass die heutige Anzahl an Pelletfeuerungen (100.000 Stück mit einem Verbrauch von 5 t/a) bei einer Verfügbarkeit von nur einem Drittel dieser Sägerestholzgrundlage sogar verzehnfacht werden könnte.

Waldrestholzbestandteile, die zur Nährstoffversorgung des Waldbodens besser im Wald verblieben, wie Wurzeln, Kronen- oder Astmaterial, werden schon aus qualitativen Gründen nicht zur Herstellung von DIN-Plus-Pellets verwendet. Denn durch den hohen Anteil der Mineralstoffe würden sich die Brennstoffeigenschaften signifikant verschlechtern.

Pellets als klimafreundlicher Energieträger


Pellets benötigen nur wenig Energie für ihre Herstellung, die an Koppelprodukte (Sägespäne, anfallende Restwärme aus Holzheizkraftwerken) gebunden ist. Das bewirkt eine positive CO2-Bilanz, die aufgrund einer lokalen/regionalen Vermarktung auch durch Logistik und Transport nicht wesentlich negativ beeinträchtigt wird. Heizen mit Biomasse ist einer der effektivsten Wege zur CO2-Einsparung. Pelletheizungen erweisen sich dabei als besonders effizient. Im Gegensatz zu großen Biomassekraftwerken wird die entstehende Wärme zu fast 100 Prozent genutzt. Die zur Trocknung der Späne benötigte Wärme wird in der Regel nicht durch fragwürdige Energieträger wie Palmöl erzeugt, sondern aus der Stromgewinnung mit Holzabfällen und Rinde, die im Sägewerk anfallen. Es gibt bei den rund 60 Pelletproduzenten aber schätzungsweise zwei, drei Fälle, in denen mit Palmöl Wärme erzeugt wird.

Pelletheizungen sind keine wesentlichen Feinstaubemittenten

Verglichen mit anderen Festbrennstoffheizungen sind die Feinstaubemissionen von Pelletfeuerungen aufgrund des genormten, trockenen Brennstoffes und einer kontrollierten vollautomatischen Heizung eher mit fossilen Heizungen vergleichbar. Sie haben also einen sehr niedrigen Feinstaubausstoß. Zudem bemüht sich die Pelletbranche um restriktive Feinstaubgrenzwerte in einer novellierten 1. BImSchV (Verordnung über kleine und mittlere Feuerstätten).

Die Asche von Pelletheizungen ist unbedenklich Sie stammt aus der Verbrennung von naturbelassenem, unbehandeltem Holz und enthält daher im Normalfall keine giftigen organischen Verbindungen. Sie kann daher in den im Privathaushalt anfallenden Mengen unbedenklich auch im Garten als Dünger ausgebracht werden. Eine künftig zu diskutierende Fragestellung ist, ob die Asche aus größeren Anlagen denjenigen Waldböden als Düngung wieder zugeführt werden könnte, die unter Nährstoffmangel leiden.

Die Missverständnisse in den Medien zielen nicht auf das Heizen mit Pellets, sondern auf eine nicht pflegliche Forstwirtschaft (Wurzelrodung und flächiges Befahren von Waldbeständen). Dazu ist, so das Pelletinstitut, anzumerken: Wurzelrodung ist in der deutschen Forstwirtschaft kein gängiges Verfahren, sondern wurde in Nordrhein-Westfalen kurzfristig zur Sturmholzaufarbeitung und zur Räumung eingesetzt. Generell ist die Wurzelrodung in der deutschen Forstwirtschaft (im Gegensatz zu Skandinavien) durch die hier verwendeten Waldzertifizierungssysteme nicht erlaubt. Für die Pelletherstellung wären Hölzer aus Wurzelrodung aufgrund des hohen Mineralstoffanteils nicht brauchbar. Je höher der Mineralstoffanteil ist, desto schlechter sind die Eigenschaften des Heizmaterials bei der Verbrennung.

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