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12.09.2010

120.000 Tonnen Pellets für NRW

Bei Erndtebrück modernste Produktion Europas

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (re.) lobte bei seinem Besuch die Kombination aus Biomasse-Heizkraftwerk und Pelletwerk am Standort Erndtebrück (Kreis Siegen-Wittgenstein). Foto: energie-info.netNRW-Umweltminister Johannes Remmel (re.) lobte bei seinem Besuch die Kombination aus Biomasse-Heizkraftwerk und Pelletwerk am Standort Erndtebrück (Kreis Siegen-Wittgenstein). Foto: energie-info.net
Erndtebrück. Über 12.000 Besucher erlebten am Wochenende einen Tag der offenen im kleinen Dorf Schameder bei Erndtebrück (NRW). Dort ist Europas modernstes Pelletwerk entstanden. Und es wird – beispielhaft – mit Wärme aus regenerativer Energie gespeist.

Das Doppel macht es aus. RWE Innogy Cogen hat im Industriepark Schameder für rund 25 Millionen Euro ein Biomasse-Heizkraftwerk gebaut, das bis zu 8 Megawatt elektrische Leistung einspeisen, zurzeit aber wegen unsinniger Paragraphen im EEG nur mit 5 Megawatt betrieben werden kann. Gleichzeitig werden bis zu 28 Megawatt thermische Energie bei der Verbrennung erzeugt. Gespeist wird das Kraftwerk mit Restholz aus der Region.

Gleich nebenan hat German Pellets sein neuestes Werk eröffnet, das ebenso Holz aus der waldreichsten Region Deutschlands zu den kleinen Energieträgern verarbeitet, die als Sack- oder Schüttware die Haushalte an Rhein und Ruhr erreichen sollen. „In Nordrhein-Westfalen stehen rund 16.000 Pelletkessel, nach Bayern und Baden-Württemberg das drittstärkste Bundesland bei der Verteilung von Pelletöfen in Deutschland“, sagt Peter Sucher, Mitglied der Geschäftsführung von German Pellets. 120.000 Tonnen will sein Unternehmen, Deutschlands größter Pelletsproduzent, am Standort im Kreis Siegen-Wittgenstein jährlich produzieren. Genutzt wird dabei die Wärme aus dem Heizkraftwerk nebenan.

NRW-Umweltminister Johannes Remmel lobte anlässlich seines Besuchs das Duo in Sachen erneuerbare Energien: Es passe genau in das Energiekonzept des Landes.

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