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13.12.2011
SelbstparkerNissans E-Auto für die Zukunft Nach hinten schwenkende Türen geben den drei Insassen den nach dem 1+2-Prinzip angeordneten Innenraum frei. Foto: UnitedPictures/ar.netVom ursprünglichen PIVO übernommen hat Nissan unter anderen das 2+1-Sitzkonzept, die Radnabenmotoren und die Steuerung über Drive-by-Wire-Systeme. Neu sind die Vernetzung des Fahrzeugs mit der Elektromobilitäts-Infrastruktur und dem Cloud Computing, die dem Nutzer zahlreiche neue Mobilitätslösungen in Aussicht stellen. Dazu zählen ein automatisches Einparksystem und die Fähigkeit zum ebenfalls selbstständigen Aufladen der Batterien. Zudem kann PIVO3 dank einer im Vergleich zur Vorderachse schmaleren hinteren Spur und gegenläufig mitlenkender Hinterräder nahezu auf der Stelle drehen. Der erste PIVO, 2005 erstmals in Tokio auf der Bühne, galt als Knutschkugel. Der PIVO3 ist der achte Vertreter seiner Art. Nissan hält ihn in absehbarer Zeit für einen realistischen Vorschlag als Pendler-und Stadtmobil. Gedacht iwird da an Zeiträume zwischen 2015 und 2020. Parkplatzsuche passé Dank seines automatischen Einparksystems AVP (Automated Valet Parking) ist der PIVO3 mit der ihn umgebenden Infrastruktur vernetzt und in der Lage, mit dieser zu kommunizieren. So findet er einen passenden Stellplatz und parkt von selbst ein. Beim Parken würde er seine Batterien automatisch aufladen oder überschüssige Energie ins öffentliche Netz verkaufen, beschreibt Nissan die "Zukunftsmusik“. Per Smartphone können PIVO3-Besitzer ihren mobilen Freund nach dem Einkaufsbummel „anfordern“. Drehen auf der Stelle Knapp drei Meter lang, kann der Stadtfloh praktisch auf der Stelle wenden. Möglich machen das elektrische Radnabenmotoren, eine im Vergleich zu vorn schmalere hintere Spurbreite und gegen die Fahrtrichtung mitlenkende Hinterräder. Während ihm eine vier Meter breite Straße zum Dreh genügen, braucht ein konventionelles Auto acht bis zehn Meter. Rundumsicht Sind die Türen nach hinten geschwenkt, gelingt der Einstieg wie in einem Formel-1-Wagen auf einem zentral angebrachten Sitz; die beiden zusätzlichen Sitze sind seitlich und leicht nach hinten versetzt davon angebracht. Zwei kleine Monitore am oberen Rand des Instrumententrägers übernehmen die Rolle konventioneller Rückspiegel; der aus aktuellen Nissan-Modellen wie dem Qashqai bekannte Nissan Around View Monitor minimiert tote Winkel und spendet dank gleich vier rund ums Auto verteilter Kameras eine komplette 360-Grad-Rundumsicht. Für die Mittelkonsole haben die Designer ein besonders groß dimensioniertes Multimedia-Display entworfen. Innenleben ohne Verzicht Nicht lumpen ließ sich Nissan im Inneren. Sorgfältig zugeschnittenes Leder und silbern eingefärbte Elemente fügen sich zu einem Cockpit in „Schneeweiß" und „EV-Blau“ zusammen. Geschmackvoll soll es sein, wertig und lichtdurchflutet. Bei aller Umweltfreundlichkeit sollte der PIVO3 „keine rollende Verzichterklärung nach Vorbild spartanischer Öko-Mobile sein“. Serienchancen? Die Frage nach einer möglichen Serienfertigung beantwortet Francois Bancon, Deputy Division General Manager für Produktstrategie und –planung, wie folgt: „Wir überlegen aktuell, wie nach den ersten drei bestätigten Elektrofahrzeugen von Nissan - dem LEAF, dem Infiniti EV und der E-Version des Transporters NV200 - der nächste Schritt aussehen soll. PIVO3 ist dabei nur einer von mehreren Kandidaten, denken Sie nur an die kompakte Elektrosportwagen-Studie MIXIM von der IAA 2007. Da ist vieles möglich. In jedem Fall kommt ein solches neues Elektroauto von Nissan sicher kaum vor 2016 oder 2017.“ (ar.net/arie) Leser Kommentare |