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30.12.2011

Elektromobilität: Zwischenbilanz

VW stellt Ergebnisse des Flottentest vor

Mehr als eine halbe Million Kilometer wurden von den Golf Blue-e-Motion zurückgelegt. Jede Menge Erkenntnisse wurden eingefahren. Foto: UnitedPicturesMehr als eine halbe Million Kilometer wurden von den Golf Blue-e-Motion zurückgelegt. Jede Menge Erkenntnisse wurden eingefahren. Foto: UnitedPictures
Ehe sich Elektroautos am Markt durchsetzen, müssen sie im Alltagsbetrieb überzeugen. Insgesamt 80 Golf Blue-e-Motion Fahrzeuge sind seit Juni 2011 in Berlin, Hannover und Wolfsburg von Privatpersonen, klein- und mittelständischen Unternehmen, Großkonzernen und Behörden im Alltag erprobt worden. VW nennt erste Ergebnisse und bereitet sich auf den internationalen Flotteneinsatz ab Anfang 2012 vor.

Insgesamt haben die Testfahrer in den zurückliegenden Monaten mehr als eine halbe Million Kilometer zurückgelegt. Dr. Rudolf Krebs, Leiter Elektro-Traktion des Volkswagen Konzerns, ist sehr zufrieden, die Flottenerprobung ist positiv verlaufen: „Durch den engen Dialog mit unseren Testfahrern haben wir wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich der Kundenerwartungen und Alltagstauglichkeit der Fahrzeugtechnik gewonnen, die nun in den weiteren Konzern-Entwicklungsprozess eingesteuert werden.“

Erfahrenes
Die Flottenerprobung mit diversen Kundenbefragungen hat u.a. gezeigt, dass private Haushalte den Golf Blue-e-Motion als ideales Zweitfahrzeug für den innerstädtischen und regionalen Verkehr hinsichtlich Fahrdynamik und Komfort sehr schätzen. Positiv bewertet wurden auch die unterschiedlichen Rekuperationsstufen des Golf Blue-e-Motion. Intensiv genutzt wurde die Fernsteuerung über eine spezielle iPhone-App zur Fahrzeugvorkonditionierung für das Laden der Batterie und die Temperaturvorwahl zur gewünschten Abfahrtszeit. Herausgestellt hat sich, dass die Reichweite des Fahrzeugs von insgesamt 150 Kilometern für die Mehrzahl aller täglichen Fahrten völlig ausreichend ist, denn durchschnittlich wurden täglich nur 30 km zurückgelegt. Gewerbliche Nutzer sehen das Haupteinsatzgebiet eines reinen E-Fahrzeugs im städtischen Dienstverkehr. Für sie sind das eigene Unternehmensimage bezüglich Nachhaltigkeit sowie die Gesamtkostenbetrachtung wichtige Argumente für die künftige Integration von E-Fahrzeugen in den Unternehmensfuhrpark.

Geräusche gewünscht
Eine weitere Rückmeldung aus der Flottenerprobung hat ergeben, dass es für den Kunden ungewohnt ist, dass ein Elektrofahrzeug im Stand kein Geräusch emittiert. Hier ist eine Rückmeldung für den Fahrer wichtig, um ihm die Fahrbereitschaft des Fahrzeugs anzuzeigen. Im städtischen Umfeld kommt der Akustik von Elektrofahrzeugen eine besonders große Bedeutung zu: Um von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden zeigt sich, dass ein Sound bis zu Geschwindigkeiten von 30 Stundenkilometern ratsam ist.
Von Fahrern gewünscht wird auch eine sehr detaillierte Anzeige über die Restreichweite sowie eine Empfehlungen zur Verbrauchsoptimierung der eigenen Fahrweise. Im öffentlichen Raum ist der einfache Zugang und Wechsel zwischen Ladepunkten unterschiedlicher Energieversorger sowie ein schnelles Aufladen der Batterie sehr wichtig.

Internationaler Flottentest in Vorbereitung
Aktuell bereitet Volkswagen für Anfang 2012 die internationalen Flottenerprobungen in Österreich, Belgien, Frankreich und in den USA vor. Hiermit wolle der Autobauer seine Erfahrungen hinsichtlich anderer Geländetopografien, Klimabedingungen und regional unterschiedlicher Kundenerwartungen ergänzen, betont Rudolf Krebs und hebt die für 2012 geplanten Schaufenster für Elektromobilität hervor. Hierbei komme das Gesamtsystem Elektromobilität über alle Fahrzeughersteller und Serviceprovider, Energieversorger und Kommunen hinweg auf den Prüfstand. (arnet/arie)

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Fedor K. H. Krämer (Gastkommentar) schrieb am 30.12.2011 um 12:48:00:

Mich hat die Elektromobilität seit 15 Jahren
überzeugt denn bis heute habe ich fas 90.000 Km in meinem Hotzenblitz zurückgelegt. Leider gab es damals keine Akzeptanz. Heutzutage erkennt die Reigierung achon die Notwendigkeit und muß die Autoindustrie schon zwingen, in der Richtung etwas zu entwickeln. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät!
Mein Name (Gastkommentar) schrieb am 30.12.2011 um 12:34:00:

Wer mehr über E-Fahrzeuge und die Machenschaften der einflussreichen Unternehmen der Welt wissen möchte sollte sich einmal den Beitrag von "Rückblick 2011: Tod des Elektroautos" unter Newslichter gute Nachrichten online" ansehen.Danach bekommt man eine ganz neue Perspektive warum die Einführung dieser Fahrzeuge sooooo lange dauert.
Michael H. (Gastkommentar) schrieb am 30.12.2011 um 10:16:00:

Ich freue mich, wenn ich auch einmal so ein Fahrzeug fahren darf. Ungewohnt ist sicherlich die mangelnde Geräuschentwicklung. Von daher ist es eine gute Idee, auch in Sachen Fußgängerschutz, wenn die Entwickler Fahrgeräusche "einbauen".
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