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26.10.2010

Teurer Winterdiesel

Bezeichnungen sorgen für Verwirrung

Der nächste Winter kommt bestimmt. Wie wintertauglich ist der Dieselkraftstoff? Foto: ar.netDer nächste Winter kommt bestimmt. Wie wintertauglich ist der Dieselkraftstoff? Foto: ar.net
Mit immer neuen künstlichen Produktnamen wie „fuelsave“, „ultimate“ oder „V-power“ verunsichern die Mineralölgesellschaften ihre Tankkunden. Für neuerliche Verwirrung dürfte im Süden Deutschlands jetzt ein Produkt des österreichischen Mineralölkonzerns OMV mit der Bezeichnung „Winterdiesel“ sorgen.

Der ADAC hält diese Produktbezeichnung für irreführend, da sie dem Verbraucher suggeriert, er müsse im Winter diesen OMV Kraftstoff tanken. Im Vergleich zum herkömmlichen Diesel ist dieser zudem noch zehn Cent teurer.

Was ist dran am Winterdiesel? – Jeder Dieselkraftstoff, der in Deutschland zwischen dem 16. November und Ende Februar angeboten werde, sei ein „Winterdiesel“, denn gemäß DIN EN 590 müsse er bis minus 20 Grad Celsius frostsicher sein, beruhigt der Automobilklub Verunsicherte. Um auf Nummer sicher zu gehen, verkaufen Tankstellen im Winter üblicherweise Dieselkraftstoff, der bis minus 22 Grad Celsius funktioniert. In der Übergangszeit, vom 1. Oktober bis 15. November sowie vom 1. März bis 14. April, muss Dieselkraftstoff bis minus zehn Grad Celsius funktionieren. So wird sichergestellt, dass der bei tiefen Temperaturen versulzende Kraftstoff störungsfrei den Filter passiert.

Analysen von Kraftstoffproben im letzten Winter zeigten übrigens, dass alle untersuchten Kraftstoffe in puncto Wintertauglichkeit mindestens normgerecht sind. Beim Gros lag die Filtrierbarkeit sogar bei etwa minus 25 Grad Celsius.

Der höhere Preis des OMV-„Winterdiesel“ wird mit einer Frostsicherheit bis zu minus 35 Grad Celsius begründet. Spezielle Additive sollen den Motor vor Korrosion und Ablagerungen schützen und eine längere Lebensdauer gewährleisten.

Dieselqualitäten mit einer Verwendungsfähigkeit bis mindestens minus 25 Grad Celsius fordert der ADAC von den Mineralölherstellern in Deutschland. Und zwar ohne Aufpreis. In Österreich seien derartige Qualitäten bereits handelsüblich, heißt es. (ar.net/sr)

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basilikum (Gastkommentar) schrieb am 02.11.2010 um 10:39:00:

Wir haben letzten Winter im Januar an der Raststätte Riedener Wald getankt und sind am nächsten Morgen als das Auto draussen in der Kälte gestanden hatte bei minus 14 Grad mitten in der Pampa bei Schnee stehen geblieben. Die anschließende Diagnose war, das der Diesel aufgrund der Kälte verklumpt war.
Soviel zum Thema, alle verwenden Winterdiesel.
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