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15.03.2011

Umweltsteine auf dem Dach

Neuer Ziegel wandelt Stickoxide in Nitrate um

Dachflächen ohne Infrarot reflektierende Pigmente heizen sich auf, die Innentemperatur erhöht sich; auch die umgebungsnahe Luft heizt sich auf und trägt zur Erderwärmung bei.  Foto: BraasDachflächen ohne Infrarot reflektierende Pigmente heizen sich auf, die Innentemperatur erhöht sich; auch die umgebungsnahe Luft heizt sich auf und trägt zur Erderwärmung bei. Foto: Braas
Mit einem umweltaktiven Design-Dachstein ist das Unternehmen Braas auf dem Markt. Er soll durch eine spezielle Beschichtung dafür sorgen, dass sich Innenräume im Sommer weniger aufheizen. Gleichzeitig sorgt die Beschichtung aus photokatalytischem Titandioxid dafür, dass schädliche Stickoxide in ungefährliche Nitrate umwandelt werden. Die titanglänzende, selbstreinigende Oberfläche mit dem geometrischen Deckbild sorgt zusätzlich auch für einen sauberen Dachanblick. Für die funktionellen, gestalterischen und ökologischen Eigenschaften wurde der Dach-Stein 2010 mit dem red dot design award ausgezeichnet.

Algen, Flechten, Moose finden beim „Tegalit Titan“ von Braas durch die UV-resistente und sehr schnell trocknende mineralische Oberfläche kaum noch Wachstumsgrundlagen. Die vordere Schnittkante ist, genau wie die Oberfläche, mit einer speziellen Mikromörtelschicht versehen. Dadurch wird das Begrünungsverhalten erheblich reduziert. Spezielle Infrarot reflektierende Pigmente, die in die Oberfläche des Dach-Steins eingearbeitet sind, reflektieren einen großen Teil des Lichts. Die Dachfläche heizt sich somit weniger auf und weniger Wärme wird nach innen in den Wohnraum abgegeben. Damit reduziert sich im Vergleich zu einem dunkleren Dach die Deckentemperatur im Innenraum an einem durchschnittlich heißen Sommertag um ca. 2 °C. Das verbessert das Wohnraumklima in Räumen ohne Klimaanlage und kann so das Wohlbefinden deutlich steigern.

Bei elektrischer Klimatisierung ergibt sich mit Hilfe der Infrarot reflektierenden Pigmente eine Energieeinsparung. Auch der Beitrag zur Bildung des städtischen Wärmeinseleffektes wird durch den Rückstrahleffekt positiv beeinflusst. Die städtische Sommerhitze und der hohe Energieaufwand für Klimaanlagen in wärmeren Regionen tragen dazu bei, dass Städte als Hauptschuldige des Klimawandels gelten. Dieser Wärmeinseleffekt kann durch die Verwendung von Materialien mit geringer solarer Absorption positiv beeinflusst werden. Mehr dazu: www.brass.de

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