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10.07.2007

Aufs Dach gestiegen

Unterschiedliche Dämmmöglichkeiten im Eigenheim

Wärmeschutz beginnt ganz oben. Unter vielen deutschen Dächern ist es deutlich zu kalt. Es fehlt eine hinreichende Dämmung. Das sorgt nicht nur für ungemütliches Klima in den Wohnräumen, sondern auch für hohe Rechnungen des Energieversorgers.

Dämmen aber wie ?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, das Dach abzudichten:
Auf-Dach-Dämmung mit VerbundsystemAuf-Dach-Dämmung mit Verbundsystem


Die Auf-Dach-Dämmung

Sie bietet sich an, wenn die Dachziegel ohnehin erneuert werden müssen. Dabei wird als erste Schicht über den vorhandenen Sparren eine Dampfbremse aufgebracht, darüber folgt die Dämmung (z.B. mit Holzfaserplatten), dann eine Konterlattung und schließlich die Dacheindeckung z.B. mit Pfannen. Der Vorteil dieser Lösung gegenüber den anderen Möglichkeiten: Es geht kein Raum im Haus verloren.

Dämmung zwischen den Sparren

Die wohl bekannteste und beliebteste Möglichkeit: Dabei wird zwischen den Sparren Dämmstoff eingebracht. Sind die Sparren zu niedrig, können sie mit Latten verstärkt werden. Sinnvoll ist eine Dämmstärke von mindestens 160 Millimetern

Dämmung unter den Dachsparren

Eignet sich besonders als zusätzliche Dämmung, wenn bereits eine unzureichende Dämmung zwischen den Sparren besteht. Natürlich wird durch diese Art der Dämmung der Raum darunter verkleinert. Deshalb werden meist Dämmstärken von etwa fünf Zentimeter benutzt.

Dämmung der obersten Geschossdecke

Wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wird, ergibt sich hier eine einfache und preiswerte Möglichkeit der Dämmung – entweder zwischen den Deckenbalken oder darüber.

Dämmstoffe

Mineralwolle und Polystrol sind die gängigsten Dämmstoffarten und werden auch in fast allen Baumärkten angeboten. Es gibt aber viele andere Stoffe, darunter auch einige nachwachsende Rohstoffe, die sich hervorragend für Dämmzwecke eignen, aber im Vergleich noch immer recht teuer sind. Hervorragend geeignet für die Dämmung von Zwischenräumen sind auch Schütt- und Einblasdämmstoffe, die in der Regel aus kleinen Kügelchen bestehen, mit denen auch versteckte Ritzen und Fugen sicher und schnell geschlossen werden.

Selber dämmen oder den Profi holen?

Wer sich selber an die Dämmung machen will, sollte trotzdem zunächst fachkundigen Rat einholen. Es muss beispielsweise geklärt sein, ob der Dämmstoff den Raum zwischen den Sparren voll ausfüllen darf oder dachseitig eine Hinterlüftung notwendig ist. Wer falsch dämmt, riskiert dauerhaft Bauschäden. Beispielsweise, wenn keine Dampfsperre eingezogen wird und Feuchtigkeit über kleine Ritzen in den Dämmstoff zieht. Nasse Mineralwolle dämmt nicht und kann weitere Probleme verursachen, die monate- und jahrelang unentdeckt bleiben können und anschließend im schlimmsten Fall eine teure Sanierung notwendig machen.

Große Preisunterschiede

Bei Dämmstoffen gibt es erhebliche Preisunterschiede. Die Stiftung Warentest hat zahlreiche Dämmstoffe getestet und dabei fast durch durchgängig gute und befriedigende Noten vergeben. Die Bandbreite reicht dabei von rund 5 Euro pro Quadratmeter bis zu fast 40. Ein Preisvergleich lohnt also auf jeden Fall.




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geco 42 (Gastkommentar) schrieb am 27.11.2007 um 10:51:00:

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