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02.09.2011
Viele Sparlampen im HausmüllBerlin. Ab 1. September dürfen Glühbirnen über 40 Watt nicht mehr in den Handel gebracht werden. Die als Ersatz angebotenen Energiesparlampen sind deutlich klimafreundlicher, enthalten jedoch geringe Mengen giftigen Quecksilbers - und sie landen verbotenerweise meist im Hausmüll. Der NABU hat die Bundesregierung deshalb aufgerufen, endlich verpflichtende Rücknahmeregelungen auf den Werg zu bringen.NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller betonte, dass das mit den grünen Sammelboxen für alte Batterien gut funktioniere, doch für Energiesparlampen hätten bislang nur wenige Händler und Supermärkte verbraucherfreundliche Rücknahmeboxen. Grundsätzlich begrüßt der NABU das Aus für alle Glühlampen über 40 Watt, denn Glühbirnen wandeln nicht mal ein Zwanzigstel der eingesetzten Energie in Licht um. "So ist der 1. September 2011 ein guter Tag für den Klimaschutz, aber ein Armutszeugnis für Handel und Hersteller. Sie müssen sich Tatenlosigkeit vorwerfen lassen, denn sie haben trotz des seit Jahren steigenden Umsatzes von Energiesparlampen kein ordentliches Rücknahmesystem aufgebaut", erklärt Miller. Auch die Kommunen seien ihrer Verpflichtung aus dem Elektroaltgerätegesetz viel zu schleppend nachgekommen. Weil es viel zu wenige Sammelstellen gibt, landeten die meisten Energiesparlampen verbotenerweise im Hausmüll. Eine Alternative zur Glühbirne sind auch Leuchtdioden (LED), die ebenfalls deutlich weniger Energie verbrauchen, jedoch anders als Energiesparlampen kein giftiges Quecksilber enthalten. Allerdings sind LED teuer. Wer Energiesparlampen bevorzugt, sollte beim Kauf auf einen möglichst niedrigen Quecksilbergehalt (unter 1,5 Milligramm pro Lampe) sowie ein Lampengehäuse mit Splitterschutz achten. Leser Kommentare |