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22.12.2011
Wohnhaus als EnergielieferantWetzlarer Projekt zeigt heutige Möglichkeiten Energie-Plus-Haus. Foto: BoschDank Photovoltaikanlage, effizienter Heizung und Dämmung sowie sparsamer Hausgeräte steht dem erwarteten Energiebedarf von 7 550 Kilowattstunden pro Jahr voraussichtlich eine Stromerzeugung von 9 100 Kilowattstunden gegenüber. Errichtet wurde das so genannte „Energie-Plus-Haus“ von der Bosch Thermotechnik mit ihrer Marke Buderus sowie den Gebäudespezialisten Buderus Immobilien GmbH (BIG) und Schwörer Haus. Damit sich ein Gebäude vom Energieverbraucher zum -anbieter mausern kann, müssen drei Voraussetzungen erfüllt werden: Zunächst gilt es, den Verbrauch durch eine optimierte Gebäudehülle und die Nutzung von Restenergieströmen gering zu halten. Der verbleibende Energiebedarf wird effizient gedeckt. Zudem muss das Gebäude selbst so viel Strom wie möglich erzeugen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, haben die Projektpartner das Energie-Plus-Haus mit modernen Komponenten ausgestattet: Eingesetzt werden eine Photovoltaikanlage, eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Elektro-Wärmepumpe mit einer Leistung von bis zu neun Kilowatt. Moderne, verbrauchsarme Hausgeräte der Energieeffizienzklasse A++ von Bosch runden die Ausstattung ab. Im Vergleich zu einem Neubau auf gutem, aber herkömmlichen Standard betragen die Mehrkosten rund 35 000 Euro für die Photovoltaik. Dank dieser Maßnahmen sinkt der Primärenergiebedarf für Heizen und Warmwasser des Gebäudes mit 160 Quadratmetern Wohnfläche gegenüber einem herkömmlichen Vergleichsgebäude von 91 auf unter 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die auf dem Dach angebrachten Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 10,8 Kilowatt Peak erzeugen so viel Strom, dass sich auf das Jahr gerechnet eine positive Energiebilanz ergibt. Damit kann auch der Bedarf von vier „eBikes“ mit Bosch-Antrieb gedeckt werden, die den Mietern zur Verfügung stehen. „Wir wollen zeigen, dass ein solches Projekt mit heute bereits verfügbarer Technik möglich ist“, sagte Uwe Glock, Vorsitzender des Bereichsvorstands Bosch Thermotechnik. Er verwies darauf, dass in Europa noch etwa 40 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen auf die Gebäude entfällt. (Newspress/HS) Leser Kommentare |