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Schnelltest kommen gut an

Kampagne

Stuttgart. Für mehr Klimaschutz in Baden-Württemberg: Die bundesweite Kampagne „Haus sanieren - profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) nimmt im Land in Kooperation mit dem Handwerk Fahrt auf.

Die ersten 100 Betriebe beteiligten sich an Schulungen, um im Anschluss bei Hausbesitzern kostenlose Schnelltests durchzuführen. Weitere 130 Handwerker haben sich für Seminare bereits angemeldet. Ziel ist es, mithilfe einer direkten Ansprache möglichst viele Eigentümer für energetische Gebäudesanierungen zu sensibilisieren. Rückenwind bekommt die Initiative jetzt durch die Umweltministerin des Landes, Tanja Gönner. Sie übernimmt die Schirmherrschaft und ist sich sicher: „Mit dem neuen Angebot wird interessierten Hausbesitzern der Einstieg in eine notwendige energetische Sanierung erleichtert. Die Handwerker leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“ Der kostenlose DBU-Schnelltest sei eine sinnvolle Ergänzung des in Baden-Württemberg bereits eingeführten und weiter gehenden Energiespar-Check. Weitere Informationen bietet unter anderem die Internetplattform „Zukunft Altbau“.

Dass der unverbindliche DBU-Service bei Hausbesitzern gut ankommt, zeigte jüngst eine Befragung des Marktforschungsunternehmens „Produkt + Markt“ von insgesamt 500 Eigentümern. „90 Prozent der von uns befragten Hauseigentümer finden den kostenlosen Schnelltest als Herzstück unserer Kampagne richtig gut“, freut sich DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Bundesweit hätten über 9.000 geschulte Handwerker schon rund 70.000 Schnelltests bei Ein- und Zweifamilienhausbesitzern durchgeführt.

In 30 Minuten ein Überblick

Innerhalb von 30 Minuten können Eigentümer so einen ersten Überblick über den energetischen Zustand ihrer Immobilien erhalten. In dem DBU-Testbogen bewerten Handwerker die Bauteile vom Dach bis zur Kellerdecke und die Heizungstechnik nach einem einfachen Farbschema von rot nach grün. „Bei älteren Häusern empfehlen wir in der Regel im Anschluss an den Schnelltest eine ausführlichere Energieberatung, bei der auch Maßnahmenpakete geschnürt und Sanierungskosten abgeschätzt werden“, erläutert Projektleiter Stefan Rümmele. Um Eigentümer auf ihrem Weg hin zum energetisch optimierten Haus möglichst gut zu begleiten, seien weitergehende Beratungsangebote wie der Energiespar-Check des Landes wichtige Elemente.

Gönner ist sich sicher, dass auch in der neuen Legislaturperiode des Bundes energetische Gebäudesanierungen im Fokus stehen werden. „Die großen Potenziale für den Klimaschutz liegen bei älteren Immobilien", so Gönner. Rund 30 Prozent des Kohlendioxid-Ausstoßes im Land gingen auf das Konto Heizen und Warmwasserbereitung in Gebäuden. „Es gibt in der energetischen Sanierung von Wohn- wie auch Firmengebäuden einen erheblichen Modernisierungsstau."

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