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Sanierung: Hier bekommen Sie Geld vom Staat

Die Übersicht: Zuschüsse und Kredite für viele Investitionen

Wer sein Haus sanieren, eine neue Heizung einbauen möchte oder an eine Solaranlage auf dem Dach denkt, der hat zurzeit die besten Möglichkeiten, Fördergelder oder günstige Kredite zu bekommen. Erst 80 Prozent der von der Bundesregierung für Klimaschutz bereitgestellten 350 Millionen Euro sind abgerufen. Wer einen Neubau plant, sollte eine Förderung noch in diesem Jahr beantragen, weil die Richtlinien verschärft werden.

Überstürzen sollte man allerdings nichts. Nur durch eine vernünftige energetische Beratung lassen sich die für das jeweilige Projekt sinnvollsten Maßnahmen erfahren. Was beim Neubau oft der Architekt erledigt, ist bei einer Sanierung im Bestand Sache des Energiesparberaters. Er weiß, wie dick eine zusätzliche Dämmung sein sollte, welches Heizungssystem im speziellen Fall das sinnvollste ist und ob die alten Fenster ausgetauscht werden sollten. Eine solche Beratung kostet zwar auch einiges. Von rund 750 Euro, die man für ein Einfamilienhaus ausgeben muss, übernimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), das die Fördergelder verwaltet, aber 300 Euro. Ein Energieberater kann auch sagen, wofür und wann es Fördergelder gibt und hilft beim teilweise etwas komplizierten Papierkram.

Eine kleine Übersicht über die wesentlichen Förderungen:

Zinsgünstige Kredite

Wer die Maßnahmen nicht aus eigener Tasche finanzieren will oder kann, bekommt zinsgünstige Darlehen von der KfW-Bank aus dem Programm „Wohnraum modernisieren“ . Die Höhe der Zinsen – derzeit zwischen 4,73 und 5,53 Prozent bei zehn Jahren Laufzeit, richtet sich danach, ob es sich um eine Standardsanierung oder eine Maßnahme mit besonderem ökologischen Anspruch handelt. Wer drei Maßnahmen auf einmal anpackt – beispielsweise Heizungserneuerung, Wärmedämmung an Dach und Fassade, bekommt das Geld für 3,39 Prozent. Auch für Neubauten kann man bei der KfW günstige Kreditkonditionen abgreifen - je geringer der Energiebedarf des Hauses desto günstiger der Zins.

Zuschüsse

Auch wer kein Darlehen benötigt, kann Geld vom Staat für energetische Sanierung bekommen. Voraussetzung ist, dass der Energiebedarf eines Hauses deutlich gesenkt wird. Wir nennen Ihnen die wichtigsten Bereiche, für die es Fördermöglichkeiten gibt:

Heizungsmodernisierung
Wer seinen alten Kessel gegen einen neuen austauscht, kann die Maßnahme mit günstigen KfW-Mitteln finanzieren. Einen Zuschuss von 750 Euro gibt es vom Bafa, wenn gleichzeitig eine Solaranlage errichtet wird.
Kosten-Nutzen: Ein Brennwertkessel kostet zwischen 4000 und 7000 Euro. Gegenüber einer über 20 Jahre alten Gasheizung spart er rund ein Drittel Energie. Eine Amortisation ist bereits nach zehn Jahren möglich.


Pelletheizung
Der Einbau einer Pelletheizung wird großzügig gefördert. Zwischen 2000 und 2500 Euro schießt der Staat zu – wenn zusätzlich noch eine Solaranlage installiert wird, noch einmal 750 Euro. Wenn das Haus besonders gut isoliert ist, kann die Grundförderung sogar doppelt so hoch ausfallen. Maximal sind also 5000 Euro zu holen. Allerdings ist die Investition auch erheblich.
Kosten-Nutzen: Zwischen 10.000 und 16.000 Euro muss man in einen neuen Pelletkessel investieren. Dafür gibt es die Wärme preiswerter als bei Gas – derzeit etwa die Hälfte. Allerdings waren die Pelletpreise in den vergangenen Jahren auch starken Schwankungen nach oben unterworfen. Seit einem Jahr sind sie aber stabil auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Berücksichtigen sollte man, dass ein Lagerraum für die Pellets vorhanden sein muss.

Solaranlagen

Für Solaranlagen, die nur für Brauchwassererwärmung genutzt werden, gibt es vom Bafa einen Zuschuss von 60 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche – mindestens aber 410 Euro. Kombianlagen mit Heizungsunterstützung werden mit 105 Euro pro Quadratmeter gefördert. In besonders gut gedämmten Häusern kommt ein Effizienzbonus hinzu, der 52,50 oder 105 Euro pro Quadratmeter betragen kann. Maximal sind so 210 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche zu erreichen.
Kosten-Nutzen: Solaranlagen, die nur zur Brauchwassernutzung dienen, sind schon unter 4000 Euro zu haben – mit Heizungseinbindung kosten sie doppelt so viel. Die Amortisationszeit ist stark von der Sonnenscheindauer abhängig, die von Region zu Region unterschiedlich ist und um rund ein Drittel differieren kann.

Wärmepumpen
Für besonders effiziente Wärmepumpen, die über Grundwasser oder Erdreich Energie beziehen, gibt es einen Zuschuss bis zu 3000 Euro vom Bafa, bei Luft-Wasser-Wärmepumpen, die deutlich mehr Strom verbrauchen, sind es bis zu 1500 Euro.
Kosten-Nutzen: Wärmepumpen selbst kosten ab etwa 9000 Euro – hinzu kommen aber erhebliche Kosten für die Erschließung der Wärmequelle im Erdreich. So kommt man- je nach Aufwand – schnell auf die doppelte Summe. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind wegen der schlechten Energiebilanz eher nicht empfehlenswert. Grundsätzlich lohnen sich Wärmepumpen besonders für Neubauten mit niedrigem Energiebedarf, bei der Sanierung von Altbauten nur im Ausnahmefall.


Mini-BHKW
Die Förderung der Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW), auch als stromerzeugende Heizung bekannt, richtet sich nach der elektrischen Leistung der Anlage. Das Bafa gewährt für Anlagen bis zu 4 kW pro kW elektrischer Leistung eine Basisförderung von 1550 Euro (bis 6 kW 775 Euro), die allerdings von den jährlichen Vollbenutzungsstunden abhängig ist (volle Förderung ab 5000 Stunden und darüber). Anlagen, die besonders schadstoffarm arbeiten, erhalten zudem eine Bonusförderung.
Kosten-Nutzen: Das preiswerteste zurzeit in Deutschland erhältliche Mini-BHKW ist der Lion der Firma Otag, der ohne Installation rund 15.000 Euro kostet und sich im günstigsten Fall über die Stromproduktion nach acht bis zehn Jahren amortisiert. Deutlich teurer und in der Leistung über 4 kW elektrisch liegen der Dachs von Senertec und das von Vaillant vertriebene Ecopower. Neu auf dem Markt ist die Sunmachine, die mit Pellets betrieben wird und preislich ebenfalls deutlich über 20.000 Euro angesiedelt ist. Mini-BHKW sind in Gebäuden interessant, in denen größere Mengen Wärme benötigt werden.


Wärmedämmung
Neben zinsvergünstigten Darlehen gibt es für die Wärmedämmung auch „Bares“. Das können bis zu 8750 Euro sein – wenn der Energiebedarf des Altbaus 30 Prozent unter dem eines Standard-Neubaus liegt. 5000 Euro sind es, wenn der gleiche Wärme-Standard wie bei einem Neubau erreicht wird.
Kosten-Nutzen: Wärmedämmung ist beim Dach noch am billigsten. Dort kann man sie meist mit einigen Tausend Euro realisieren. Das „Rundum-Paket“ kostet deutlich mehr: Rund 30.000 Euro muss man für ein Einfamilienhaus ausgeben. Wer an eine Komplett-Sanierung denkt, für den ist die Wärmedämmung allerdings erste Wahl. Denn wer weniger Energie benötigt, kann auch die Heizung deutlich kleiner dimensionieren.


Fotovoltaik
Wer in diesem Jahr loslegt, bekommt für jede Kilowattstunde, die auf dem Dach produziert wird, 20 Jahre lang eine garantierte Vergütung von 46,75 Prozent. Im nächsten Jahr sind es nur noch 43,01 Cent, 2010 nur noch 39,57 Cent. Eile ist also geboten. Wer einen guten Schnitt machen will, kann ab 2009 aber auch auf ein günstigeres Rechenmodell umsteigen. Wer seinen Strom selbst verbraucht, erhält pro Kilowattstunde 25,01 Cent. Inklusive des eingesparten Stromeinkaufs kann man bei derzeitigen Preisen von etwa 20 Cent pro Kilowattstunde auf 45 Cent kommen. Für die Investition gibt es zinsgünstige Kredite aus dem Programm „Solarstrom erzeugen“ der KfW.
Kosten-Nutzen: Für eine Fotovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus muss man zwischen 15.000 und 25.000 Euro kalkulieren. Die Amortisation hängt – ebenso wie bei thermischen Solaranlagen – von der Sonnenscheindauer ab. Wegen der festen Vergütung lässt sich die Amortisationszeit sehr genau berechnen. Wichtig ist, beim Kauf auf einer langjährigen Garantie der Komponenten zu bestehen.


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Pichowski (Gastkommentar) schrieb am 12.05.2009 um 13:23:00:

Ich möchte für diesen Sommer eine Solaranlage aufs Dach machen lassen. Das Dach neigt sich sehr günstig zur Sonne. Bitte, wer hat einen Tip oder eine Meinung zu der Anschaffung Solar für Brauchwasser oder mit Heizungsunterstützung? Ich wohne im Nordschwarzwald. Mit Heizungsunterstützung kostet nämlich 11200,00 €
Karl (Gastkommentar) schrieb am 19.01.2009 um 14:02:00:

Danke für Info
Karl (Gastkommentar) schrieb am 19.01.2009 um 14:02:00:

Ich fand diese Seite sehr hilfreich, möchte aber mich noch weiter informieren, bevor ich mit etwas in Angriff nehme. Verdämmt habe ich letztes Jahr schon.
Auf diesem Wege möchte ich mich für diese Interesante Seite bedanken und werde auf jedenFall die Energie-Info Newsletter bestellen
Elisabeth Geling (Gastkommentar) schrieb am 11.09.2008 um 13:09:00:

diverse mini-bkhs
Anna (Gastkommentar) schrieb am 22.08.2008 um 20:52:00:

Dieser Artikel ist sehr übersichtlich und für die weiteren Ivestitionen in und an meinem Haus überaus hilfreich. Ich werde jetzt mit der Wärmedammung beginnen und mich im kommenden Jahr mit Solaranlagen beschäftigen. Auf Ihren Seiten werde ich mich weiter informieren und möchte mich auf diesem Wege auch einmal bedanken.
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