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Photovoltaik-Anlagen sehr rentabel

Stiftung Warentest: Renditen bis 9 Prozent

Für Solarstromanlagen, die seit dem 1. Juli ans Netz gehen, gibt es weniger Geld. Doch die Investition bleibt hochrentabel. Renditen von 5 bis 9 Prozent sind selbst an Standorten mit durchschnittlicher Sonneneinstrahlung drin. Besonders profitieren Hauseigentümer, die einen hohen Anteil ihres Solarstroms selbst verbrauchen. Darauf macht Stiftung Warentest in einem online-Test zum Thema Bauen und Finanzieren aufmerksam.

Zwar macht Stiftung Warentest auf die verschlechterten Förderbedingungen aufmerksam: Die Solarstromförderung wird rückwirkend zum 1. Juli gekürzt. Hauseigentümer, die von Juli bis September 2010 eine Solarstromanlage in Betrieb nehmen, bekommen ihren Strom 13 Prozent weniger Vergütung als bisher. Für ab Oktober 2010 installierte Anlagen sinkt sie um weitere 3 Prozent. Folge: Für jede Kilowattstunde (kWh), die der Eigentümer ins öffentlich Netz einspeist, muss ihm der Netzbetreiber statt 39,14 Cent nur noch 34,05 Cent und ab Oktober 32,88 Cent pro kWh bezahlen. Die Vergütung ist wie bisher im ersten Betriebsjahr und den 20 Folgejahren staatlich garantiert. Für Solarstromanlagen, die ab 2011 ans Netz gehen, soll sie noch einmal um 9 bis 13 Prozent sinken. Den genauen Wert legt die Bundesnetzagentur erst Ende Oktober fest.

Gleichzeitig wird aber darauf verwiesen, dass Photovoltaik weiterhin eine gute Anlage bleibt. Finanztest-Berechnungen hätten gezeigt: Renditen von 5 bis 9 Prozent seien auch für Anlagen drin, die im zweiten Halbjahr 2010 installiert würden. Voraussetzung sei eine geeignete Dachfläche, die möglichst nach Süden ausgerichtet ist und nicht durch Bäume oder Nachbargebäude verschattet werde. Stimmt die Ausrichtung, könnten Eigentümer je nach Standort 750 bis 1 000 kWh Solarstrom pro Kilowatt (kW) Anlagenleistung ernten. In sonnenreichen Gegenden Deutschlands seien sogar zweistellige Solarrenditen möglich.

Selbst durchschnittliche Stromerträge reichten ­locker aus, um eine Anlage auch in Zukunft rentabel zu betreiben. Denn nicht nur die Vergütungssätze, auch die Preise für Solarstromanlagen sind drastisch gesunken. Nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft mussten Anleger für eine Komplettanlage im Frühjahr 2010 nur noch rund 2 900 Euro pro kW Leistung ausgeben. Das waren fast 30 Prozent weniger als noch zu Beginn des Jahres 2009. In Zukunft ist mit weiter fallenden Preisen zu rechnen.

Besonders profitabel ist für Anlagenbetreiber die Möglichkeit, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Bis zu einem ­Eigenverbrauchsanteil von 30 Prozent am produzierten Strom erhält der Eigentümer 17,67 Cent pro kWh. Für jede kWh, die er darüber hinaus selbst verbraucht, muss ihm der Netzbetreiber 22,05 Cent pro kWh zahlen. Hinzu kommt die Stromersparnis.

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