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Erneuerbare Energie PflichtNeues Gesetz schreibt für Neubauten verbindlich den Einsatz vorSeit Anfang 2009 müssen Hausbesitzer bei Neubauten einen Teil ihrer Wärme über Erneuerbare Energien abdecken. Das jetzt verabschiedete Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) schreibt verbindlich den Einsatz von Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasseheizungen vor. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) informiert, was das neue Gesetz für Bauherren bedeutet.![]() Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil Erneuerbarer Energien am Wärmebedarf von derzeit gut 6 Prozent auf 14 Prozent steigen. Dabei gilt: Je höher der Effizienzstandard des Gebäudes, desto niedriger der Aufwand für die Wärmeversorgung. Neben den klimaschonenden Effekten hat das Wärmegesetz auch einen ganz praktischen Nutzen für Hausbesitzer: „Wer Erneuerbare Energien für die Beheizung seines Gebäudes einsetzt, macht sich unabhängiger von der Preisentwicklung fossiler Energieträger“ erläutert dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Zukünftige Hausbesitzer, die Erneuerbare Energien in ihre Energieversorgung integrieren möchten, können auf ausgereifte Techniken zurückgreifen und zwischen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten wählen: Thermische Solaranlagen Eine Solaranlage liefert in den warmen Monaten genug Energie, um den Trinkwarmwasserbedarf eines Hauses zu decken. Größere Anlagen können auch einen Teil der Raumwärme mit abdecken. Allerdings benötigen Solaranlagen immer ein zusätzliches Heizsystem. Gut geeignet sind dazu beispielsweise effiziente Brennwertgeräte, Holzheizungen oder Wärmepumpen. Solaranlagen müssen mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs decken. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine Kollektorfläche von 4 Prozent der Nutzfläche ausreichend: Das wäre bei einem typischen 150 m²-Neubau eine Solaranlage mit 6 m² Kollektoren. Vorteil der Solaranlagen: Die Sonne stellt keine Rechnung. Holzheizung Der traditionelle Energieträger Holz erlebt eine Renaissance als moderner Brennstoff: Holzpellets sind zu Stäbchen gepresstes Restholz und werden zur Beheizung von Ein- oder Mehrfamilienhäuser eingesetzt. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der fast CO2-neutral verbrennt. Wer sich für diese Variante entscheidet, muss mindestens die Hälfte der benötigten Wärme durch die Holzheizung decken. Moderne Holzpelletheizungen funktionieren genauso komfortabel und verlässlich wie konventionelle Heiz-systeme. Neben Holzheizungen kann das Gesetz auch durch den Einsatz von Biogas oder Bioöl erfüllt werden. Wärmepumpe Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft. Mindestens die Hälfte des Wärmebedarfs muss durch die Wärmepumpe gedeckt werden. Wärmepumpen werden mit Strom angetrieben. Je höher die Temperatur der Umgebung und je geringer die zum Heizen benötigte Temperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Erdwärmepumpen in sehr gut gedämmten Gebäuden sind daher besonders effizient. Eine hohe Energieeffizienz ist sinnvoll, weil sich auch für den benötigten Wärmepumpenstrom die Energiepreise am Markt entwickeln werden. Das gleiche gilt natürlich auch für Holz als Energieträger. Alternativen Hauseigentümer, die keine Erneuerbaren Energien nutzen können oder wollen, können Ersatzmaßnahmen durchführen, die zu einer deutlichen Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes führen. Beispielsweise kann der Bauherr den Energiebedarf des Hauses so verringern, dass er um 15 Prozent unter den gesetzlichen Anforderungen liegt. Bezieht der Bauherr seine Wärme aus einem Nah- oder Fernwärmenetz aus Kraft-Wärme-Kopplung, hat er ebenfalls die Anforderungen des Gesetzes erfüllt. Energieberatung „Die Gestaltungsmöglichkeiten zum Einsatz Erneuerbarer Energien sind vielfältig. Gut beraten ist, wer vor Baubeginn einen Energieberater hinzuzieht. Dieser erarbeitet eine auf das jeweilige Gebäude maßgeschneiderte Lösung,“ rät Stephan Kohler. Und nicht nur bei Neubauten ist der Einsatz Erneuerbarer Energien sinnvoll, gerade im Gebäudebestand schlummern große Einsparpotenziale. Der Bund fördert dazu den Einsatz Erneuerbarer Energien im Marktanreizprogramm mit attraktiven Zuschüssen. Leser KommentareGast schrieb am 07.01.2009 um 12:27:00:
Gastkommentar von Peter O.:
Hallo Mathias ! Dein Nachbar wird wohl ehr einen Ofen an seinem Schornstein betreiben. Denn ich habe schon mehrere Pellet-Heizungen im Betrieb gesehen. Und nicht eine hat so dermaßen gerußt das man schwarzen Rauch aufsteigen sah. Gast schrieb am 20.07.2008 um 16:41:00:
Gastkommentar von martin:
Umwelt hin, Umwelt her, hauptsache unsere polit Kriminellen können mal wieder neue Gesetze schaffen. Der Bürger wird immer mehr eingeschränkt, kann warscheinlich in absehbarer Zeit auch kein Eigenheim mehr bezahlen und so wird die Masse wohl irgendwann in einheitlichen häßlichen Bauten nach norm wohnen. Es gibt Wahnsinnig viele Möglichkeiten zu Sparen, welches z.T. eigenwillige Bauvormen hervorbringt, diese aber von den entsprechenden Stellen wegen Dummheit, Unkentnis oder Ignoranz nicht zugelassen werden. Schade eigentlich und einen "Lob" auf alle sinnlosen Vorschriften. Gast schrieb am 10.07.2008 um 13:57:00:
Gastkommentar von Franz:
Das ist ja alles recht und schön! Aber man hat die Windkraft vergessen. Gast schrieb am 07.07.2008 um 09:26:00:
Gastkommentar von Bernd:
Schon wieder eine Stellschraube zur Verrringerung der CO- Belastung, an der die Politik herumschraubt! Ich bin mal gespannt, wie sich dass auf die Kosten der Häuslebauer auswirkt. Wenn man jetzt eine Solaranlage auf dem Dach haben "MUSS", dann können die Hersteller ja gut eins draufhauen. Bei der Photovoltaik hat das ja schon mal gut geklappt. Da hat die Politik ja sehr weit an der Schraube gedreht, von wegen wahnsinniger Einspeisevergütung, die ALLE Bürger zurück bezahlen müssen. Um hier keinen falschen Eindruck zu hinterlassen: Energie einsparen, und damit quasi nebenbei dei CO² zu verringern, finde ich absolut notwendig. Das dürfte im Prinzip jedem mündigen Bürger klar sein! Solare Energie ist absolut super! Aber sollte die Politik nicht mal die Gesetze des Marktes wirken lassen? Dass die Energie knapper wird und das Klima sich wandelt, müsste doch eigentlich jeder wissen. Sogar der größte Ignorant wird bemerken, dass es teurer wird und auch dieser wird dann Energie einsparen. Liebe Politik, überlegt euch doch z.B. mal, ob die Förderung mit Marktanreizprogrammen den Einsatz erneuerbarer Energie nicht unnötig teuer macht. Könnte es nicht sein, dass mit den (zwar gut gemeinten) Vorschriften und Gesetzen alles noch weiter aus dem Ruder läuft? Gast schrieb am 18.06.2008 um 13:05:00:
Gastkommentar von Mathias:
Durch die Holzpelletsheizung bekommen wir wieder neue Probleme: Luftverschmutzung! Mein Nachbar hat eine moderne Pelletsheizung, jeden Morgen wenn er seinen Wasserspeicher erhitzt, kommt schwarzer Ruß aus dem Schornstein! Gast schrieb am 11.06.2008 um 18:59:00:
Gastkommentar von Timo:
Es geht vorran! Gast schrieb am 11.06.2008 um 17:32:00:
Gastkommentar von Helmut W.: Finde ich eine gute Sache! |