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Wärmepumpen: Wichtige Tipps

Verbraucherberatung warnt vor vollmundigen Werbeversprechen

„Nie mehr Heizkosten“ oder „Heizkosten auf ein Viertel reduzieren“ – vollmundig werben Hersteller, Fachfirmen und Energieversorgungsunternehmen für den Kauf von Wärmepumpen. „Als vermeintliche ‚Wunderwaffe’ gegen Energiepreis-steigerungen taugen viele Anlagen jedoch allenfalls auf dem Prüfstand“, warnt die Verbraucherzentrale NRW und gibt Tipps für Käufer.

„Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass fehlerhafte Planung und Installation in der Praxis häufig zu einer viel niedrigeren Effizienz als von Anbietern in Werbung und Angeboten verheißen führt. Mit einer Vereinbarung, in der der Unternehmer die versprochene Leistungsfähigkeit der Anlage verbindlich zusichert, können Bauherren und Sanierer in Sachen Energieausbeute auf Nummer sicher gehen“, gibt die Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps rund um die Anschaffung der ökonomisch und ökologisch sinnvollen Heizungsvariante:

Angebotsvergleich: Auch bei der Anschaffung von Wärmepumpen-anlagen sollten detaillierte Angebote von mehreren Fachunternehmen eingeholt werden. Zudem hilft es, nach Referenzanlagen zu fragen. Für den Vergleich der verschiedenen Offerten ist auf die Leistung der Anlage zu achten. Denn wird die Wärmepumpe mit zu geringer Leistung ausgelegt – was möglicherweise Grund für das besonders kostengünstige Angebot ist – lässt sich zwar bei der Anschaffung sparen. Doch das böse Erwachen kommt dann spätestens bei der nächsten Stromrechnung.

Effizienz: Messgröße für die Effizienz einer Wärmepumpe ist die Jahresarbeitszahl. Sie gibt das Verhältnis zwischen der abgegebenen Wärme für Heizung und Warmwasser und dem dafür verbrauchten Betriebsstrom eines Jahres an. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto niedriger sind Stromverbrauch, Betriebskosten und Umweltbelastung durch diese Heizungstechnik. Wichtig für die Bewertung einer Anlage ist, dass der Stromverbrauch der gesamten Wärmepumpenanlage (ohne Heizungs-Umwälzpumpe) und des eventuell vorhandenen Heizstabs bei der Bestimmung dieser Zahl berücksichtigt wird.

Förderung: Besonders effiziente Wärmepumpen werden im Marktanzreizprogramm des Bundes gefördert. So kann eine Erdreich-Wärmepumpe mit bis zu 3.000 Euro bezuschusst werden, wenn die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BaFa) geforderten Jahresarbeitszahlen rechnerisch nachgewiesen werden. Allerdings wird der Praxisnachweis für die Förderung nicht verlangt.

Mustervereinbarung: Damit Bauherren und Sanierer sich von Anbietern vor der Installation einer Wärmepumpe eine Mindest-Jahresarbeitszahl im Alltagsbetrieb verbindlich zusichern lassen können, haben die Verbraucherzentralen eine Mustervereinbarung erarbeitet. Die Vereinbarung setzt voraus, dass mit dem ausführenden Unternehmen ein Nutzungsvertrag abgeschlossen wurde und Messeinrichtungen eingebaut sind. Wird die zugesicherte Effizienz nicht erreicht, muss sich der Anbieter an den zusätzlichen Stromkosten der Wärmepumpe beteiligen. Die Mustervereinbarung ist – im Rahmen einer ausführlichen Energieberatung durch die Verbraucherzentrale NRW – in den Beratungsstellen erhältlich.

Ausführung aus einer Hand: Planung, Auslegung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung der gesamten Anlage sollten in einer Hand liegen. Denn dann ist das Fachunternehmen für eine einwandfreie Funktion des Gesamtsystems verantwortlich. Damit kann der Schwarze Peter dann nicht hin- und hergeschoben werden, wenn es Probleme im Alltagsbetrieb gibt.

Zudem: Bei einer Entscheidung für eine Wärmepumpenanlage ist umfassende Beratung das A und O. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW bietet hierzu anbieterunabhängige Unterstützung. Mehr unter www.vz-nrw.de/energieberatung.

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Gast schrieb am 04.01.2010 um 16:19:00:
Gastkommentar von Effizi-Spezi:

In der kalten Jahreszeit wird die Wärmepumpe schnell zum Stromfresser, insbesondere bei Luftwärmepumpen. Wer da die Luft oder das Betriebsmedium nicht ausreichend vorwärmen kann, betreibt eindeutig eine verkappte Kohleheizung. Der Großteil des dann nötigen Stroms kommt immer noch aus Kohle, auch Braunkohle, was bekanntlich besonders klimaschädlich ist.
Warme Luft zur Gebäudeheizung ist im Winter sehr effektiv und mit geringen Invest- und sehr niedrigen Betriebs-Kosten über von Handwerken vor Ort gebauten und montierten Warmluftkollektoren an senkrechten Südfassaden machbar. Das Gebäude kann dabei gleichzeitig isoliert werden. Gebäudeschäden durch Wasser gibt es nicht. Luft kann nicht einfrieren. Schimmelbildung wird vorgebeugt. Bitte lesen Sie mal unter: www.copy-net.de/Solar/_Projektbeschreibung.pdf
Gast schrieb am 03.01.2010 um 17:43:00:
Gastkommentar von J.Gü:

Es sollten Beispielhäuser benannt werden, um der Bevölkerung zu zeigen, wie viele sich bereits für die eine oder andere Heizungsart entschieden haben und seit wann. Als Architekt (nicht Installateur) und Hausersteller höre ich immer: "ist das denn schon so ausgereift?" Es muss den Leuten die Scheu vor WäPu`s genommen werden. Außerdem sollten die Förderrichtlinien (wenn schon Förderung) für (Erd-Energie-)WäPu`s deutlich vorteilhafter als für andere und Gas- oder Ölheizungen nicht mehr genehmigt werden.
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