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Kesseltausch geht vor DämmungNeue Studie: Gebäudedämmung rechnet sich erst nach 43 JahrenDüsseldorf. Wie können Verbraucher bei der energetischen Sanierung mit möglichst geringen Investitionen ihre Heizkosten senken und das Klima schonen? Mit dieser Frage befasst sich die Studie "IEU-Modernisierungskompass", die die Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU) und das Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (ITG) jetzt vorgelegt haben.Ob Dämmung oder neue Heizungsanlage - die Möglichkeiten der Sanierung sind vielfältig. Konkrete und fundierte Hilfestellung bietet der IEU-Modernisierungskompass. "Unsere Studie vergleicht zum ersten Mal bauliche und anlagenseitige Modernisierungsmaßnahmen und ist damit eine wichtige Hilfestellung für Investitionsentscheidungen", erklärt Bernhard Funk, Sprecher der Initiative Erdgas pro Umwelt (IEU). Das zentrale Ergebnis der Studie lautet: Kesseltausch geht vor Dämmung - sowohl mit Blick auf die Anschaffungskosten als auch hinsichtlich des CO2-Einsparpotenzials. Der IEU-Modernisierungskompass zeigt, wie viel Geld Hausbesitzer für die Einsparung eines Kilogramms Kohlendioxid pro Jahr in die verschiedenen Modernisierungsmaßnahmen investieren müssen. Bei der Erdgas-Brennwertheizung sind es nur 0,94 Euro. Die CO2-Minderungskosten sind bei dieser Heizung also extrem niedrig und liegen weit unter dem Mittelwert von 1,60 Euro. "Günstiger als mit Erdgas-Brennwerttechnik können Hausbesitzer Kohlendioxid nicht einsparen", so Bernhard Funk. Auch wenn man zusätzlich in Solarthermie investiert, liegen die Kosten mit 1,33 Euro noch deutlich unter dem Durchschnitt. Zum Vergleich: Bei einer Dämmung müssen Hauseigentümer im Schnitt 9,11 Euro investieren, um ein Kilogramm Kohlendioxid zu sparen. Das ist fast sechsmal so viel wie bei einem Heizungstausch. Bei Holzpelletanlagen sind die CO2-Minderungskosten mit durchschnittlich 1,10 Euro ebenfalls relativ gering. Grund dafür ist die günstige CO2-Bilanz des Energieträgers Holz. Im Gegensatz zu Erdgas-Brennwertkesseln sind die Anschaffungskosten für Holzpelletanlagen jedoch deutlich höher. Des Weiteren sind diese Heizungen nur begrenzt einsetzbar, da Holzpellets zur Lagerung entsprechend viel Platz benötigen. Neben den ökologischen sprechen auch wirtschaftliche Vorteile für den Anlagentausch. Denn eine Heizungsmodernisierung macht sich deutlich schneller bezahlt als eine bauliche Sanierung. Während sich die Gebäudedämmung erst nach rund 43 Jahren rechnet, sind die Kosten für den Tausch eines alten Öl-Standardkessels gegen eine neue Erdgas-Brennwertheizung schon nach gut acht Jahren ausgeglichen. Wechselt der Hausbesitzer von einem Erdgas-Standardkessel zur Erdgas-Brennwerttechnik, zahlen sich die Anschaffungskosten sogar bereits nach weniger als fünf Jahren aus. Weitere Informationen und Download der Studie: www.ieu.de Leser KommentareGast schrieb am 14.01.2010 um 09:41:00:
Gastkommentar von EffiziSpezi:
Wer das Klima schonen möchte, sollte dagegen eher in Richtung Pelletheizung gehen. Hier gibt es auch schon ein High-Tech-Mikro-Kraftwerk, die sunmachine-pelletheizung. Über einen Stirling-Motor wird neben dem warmen Wasser noch Strom erzeugt, der nach dem EEG, mit der entsprechenden Vergütung eingespeist werden, kann und somit die hohen Investkosten relativiert. Info über www.sunmachine.com oder www.sanevo.de Gast schrieb am 09.12.2009 um 11:29:00:
Gastkommentar von landsbro: Die Interessenlage ist bei dieser Aussage sicher klar! Ein schlecht gedämmtes oder feuchtes Haus sollte in jedem Fall saniert werden. Da hilft die neueste Technik nix. Dennoch ist der Ansatz nicht verkehrt. Ein moderner Kessel ist deutlich effektiver als noch vor 20 Jahren. Aber wenn dann bitte mit Kraftwärmekopplung - d.h. mit eigener Stromproduktion. Der Vorteil: im Winter oder bei bedeckten Perioden wenn die Heizung ohnehin arbeitet, benötigt ein Haushalt für Licht und Entertainment mehr Strom als im Sommer bei Sonnenschein. Überschüssiger Strom kann eingespeist werden. WhisperGen hat einen leisen Unterbaukessel/Generator. Das Teil können Sie ggf. in die Küchenzeile (wie ein 45er Kühlschrank) einbauen. |